Wer ist Ben Dolic? Biografie, Lebenslauf und Social Media


Ben Dolic ist ein slowenischer Popsänger und Castingshow-Teilnehmer. Er tritt für Deutschland beim Eurovision Song Contest (ESC) an.

Ben Dolic: Biografie, Lebenslauf und Steckbrief

Ben Dolic wurde am 4. Mai 1997 in Ljubljana, Slowenien geboren. Sein gebürtiger Name lautet Benjamin Dolić. Für seine Karriere als Musiker entschied er sich für die abgekürzte Variante als Ben Dolic. In seiner Kindheit nahm Ben an zahlreichen Gesangswettbewerben teil und entdeckte seine Leidenschaft für die Musik.

In Slowenien erlangte Ben bereits in seiner Jugend große Aufmerksamkeit. Im Alter von zwölf Jahren nahm er an der slowenischen Castingshow von „Das Supertalent“ teil. Mit seinem Cover des Michael Jackson Songs „Man in the Mirror“ erreichte er eine Platzierung im Halbfinale der Sendung.

Dolic war viele Jahre Teil der slowenischen Gruppe „D Base“. 2016 bewarb sich die Band für den „Eurovision Song Contest“. Bereits bei der Vorentscheidung der slowenischen Sendung schied Dolic mit seinen Bandkollegen im Halbfinale aus.

Mit 18 Jahren wanderte Ben mit seinen Eltern, zwei Halbschwestern und einem Bruder in die Schweiz aus. Dort lernte er Deutsch. Er entschied sich dafür, eine Karriere im deutschsprachigen Musikbusiness zu starten.

2018 bewarb sich Dolic als Teilnehmer für die Castingshow „The Voice of Germany“. In der achten Staffel der erfolgreichen Sendung erlangte er große Bekanntheit in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Im Team von Yvonne Catterfeld schaffte es Ben bis ins Finale der TV-Show. Er belegte den zweiten Platz hinter seinem Konkurrenten Samuel Rösch, der die Sendung gewann. Während seiner Teilnahme an der Castingshow sang Dolic sieben Cover. In den Blind Auditions coverte er den Song „No Tears Left to Cry“ von Ariana Grande. In den Battles punktete er mit dem Song „Cry Me a River“ von Justin Timberlake. Bei den Sing-Offs entschied er sich für „Stay“ von Rihanna. Im Halbfinale konnte er mit der gefühlvollen Ballade „Can’t Help Falling In Love“ von Elvis Presley die Jury überzeugen. Während des Finales sang Ben „She’s Out Of My Life“ von Michael Jackson. Mit Yvonne Catterfeld coverte er im Duett den Song „Creep“ von Radiohead.

Nach seinem Erfolg bei „The Voice of Germany“ ging er zusammen mit Sieger Samuel Rösch und anderen Kandidaten auf Tournee in Österreich und Deutschland. Unterstützung erhielt er von Yvonne Catterfeld, die zuvor bereits sein Coach war. Im selben Jahr veröffentlichte er seine erste Single „Complete“.

Ben Dolic vertritt Deutschland beim ESC 2020

2020 vertritt Ben Deutschland bei dem „Eurovision Song Contest“ in Rotterdam. Im Dezember 2019 wurde Dolic aus 607 Bewerbern ausgewählt. Der englischsprachige Popsong „Violet Thing“ wurde extra für ihn von Borislav Milanov komponiert. Die Single wurde am 27. Februar 2020 in der ARD-Sendung „Unser Lied für Rotterdam“ vorgestellt. Das dazugehörige Musikvideo entstand unter der Regie von Iwan Moskow in Bulgarien.

Weitere Infos zum Eurovision Song Contest:

Zu seinen musikalischen Vorbildern gehören Künstler wie Justin Timberlake und Michael Jackson. Ben Dolic befindet sich in einer Beziehung mit der Studentin Laura Isabelle Schenkel. Seit Anfang 2020 lebt er in Berlin.

Ben Dolic im deutschen Fernsehen

  • 2018: The Voice of Germany
  • 2020: Unser Lied für Rotterdam
  • 2020: Eurovision Song Contest

Ben Dolic auf Social Media

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Facebook: Ben Dolic

Warum macht Deutschland immer beim ESC mit? Teilnahme Eurovision Song Contest


Deutschlands Erfolge beim Eurovision Song Contest gleichen einer Achterbahnfahrt. In mehr als 60 Jahren ESC Geschichte konnte die Nation nur zweimal den Sieg für sich verbuchen. Wesentlich öfter landeten die deutschen Interpreten weit abgeschlagen im Feld. Seit der Wettbewerb über Semifinal-Runden ausgetragen wird, profitiert Deutschland trotz der mäßigen Gesangserfolge von einer Sonderregelung und ist immer im Finale dabei.

ESC und Deutschlands Teilnahme: Das Desaster von 1996 und seine Folgen

Im Jahr 1996 erlebte der Sänger Leon mit seinem Schlager „Blauer Planet“ was vorher kein deutscher Interpret erleiden musste – er war beim Finale in Oslo einfach nicht dabei!

In vierzig Jahren ESC Geschichte hatte es dies noch nie gegeben. Was war passiert? Durch die gestiegene Anzahl Teilnehmer am Wettbewerb wurde ein Vorentscheid notwendig. Leon lag zunächst gut im Rennen. Kein Verantwortlicher aus deutschen Landen hatte sich ein Scheitern des smarten Newcomers vorstellen können. Dennoch passierte es. Für Leon kam das vorzeitige Aus und Deutschlands ESC Stimmung lag am Boden.
Das Finale in Oslo wurde mangels Zuschauerinteresse nur noch in den dritten Programmen übertragen. Die Einschaltquoten rutschten in den Keller.

Dass die deutschen Zuschauer der Sendung den Rücken kehrten, sorgte für Entsetzen bei den Sponsoren. Die Werbeeinnahmen im Umfeld der Show zählen zu den wichtigsten finanziellen Stützen des Wettbewerbs. Deutschland ist, Gesangsleistungen hin oder her, ein nicht wegzudenkendes Ur-Gestein beim Song Contest. Die Deutschen sind ein kaufstarkes Volk und eines der Hauptzielländer für alle Werbetreibenden.

ESC: Eine Lösung musste gefunden werden

Nachdem die Sponsoren der Show auf die Barrikaden gegangen waren, musste der Dachverband handeln. Die Europäische Rundfunkunion (kurz EBU) erstellte unter Einbezug der Hauptteilnehmerländer sowie der Sponsoren einen Lösungsplan.

Ein Nebengedanke befasste sich mit dem Möglichen Aus für viele traditionelle Teilnehmer durch die neue Wertung und den Vorentscheid. Da Länder wie Deutschland, Frankreich und Großbritannien die Sendung von Anfang an mitgestalteten und maßgeblich an deren Erfolg beteiligt waren, sollten sie unbedingt im Contest bleiben. Schließlich entschloss sich die EBU zu einer „Big Four“ Regelung. Anfangs holte man Spanien noch mit ins Boot. Schließlich zählt der Eurovision Song Contest auch dort zu den medialen Großereignissen und bringt jährlich sehr gute Einschaltquoten.

Wie aus den „Big Four“ die „Big Five“ wurden und Deutschland automatisch gesetzt ist

Natürlich stieß die Entscheidung der EBU auf teils harsche Kritik von anderen Teilnehmer-Ländern. Böse Stimmen behaupteten, die „Big Four“ würden sich die Teilnahme am Contest erkaufen. Tatsächlich bezahlt jede Nation ein Startgeld für den ESC. Außerdem bekommt die EBU von allen Mitgliedern der Europäischen Rundfunkzone Beiträge für die Nutzung von Sendefrequenzen. Der Rest der aufwändigen Produktion wird aus Einnahmen der EBU und den Werbegeldern finanziert.

Die größte Kritik kam aus Italien und der Türkei. Italien blieb dem Contest von 1998 bis 2011 schließlich fern. Offiziell begründeten die Italiener die Entscheidung damit, dass das Interesse an der Show im eigenen Land deutlich gesunken sei. Nachdem die EBU erneut in Verhandlungen mit den italienischen Rundfunkverantwortlichen getreten war, nahm sie das Land ab 2011 in die Sonderregelung auf. Seitdem haben wir die „Big Five“ beim ESC. Den Türken blieb dieser Zugang bisher verwehrt. Als Folge er Entscheidung trat die Türkei von 2013 bis heute in den ESC-Boykott. (Dafür nehmen Israel und Australien teil.)

ESC / Eurovision und Deutschland: automatische Teilnahme ist nicht nur Vorteil

Was zunächst wie ein immenser Vorteil für die „Big Five“ wirkt, hat tatsächlich auch Nachteile. Seit 2008 die großen beiden Semifinale eingeführt wurden und viele neue ESC-verrückte Nationen dazu gekommen sind, gehen die „Großen Fünf“ nämlich etwas unter!

Rund um die Halbfinale herrscht in vielen Ländern ein riesen Hype. Es wird gefiebert und abgestimmt. Interpret und Titel der „Big Five“ werden zwar in einem kurzen Clip vorgestellt, sie treten aber nicht live auf. Kenner der Show munkeln, dass genau dies zum Absturz zweier großer ESC-Nationen geführt habe. Insgeheim hätten viele der Zuschauer in den Vorrunden bereits ihren Favoriten gewählt.

Die Ergebnisse der einst erfolgsverwöhnten Länder Frankreich und Großbritannien untermauern diese These. Großbritannien schaffte es nur noch 2002 mit Jessica Garlick und „Come Back“ sowie 2009 mit Jade Ewen und „My Time“ unter die Top 10. Ganz ähnlich erging es den Franzosen. Das einst erfolgreiche Land verbuchte mehr Platzierungen im letzten Drittel als jemals zuvor.

Und Deutschland? Sonderregelungen hin oder her, der Überraschungserfolg von Lena 2010 zeigt, dass Erfolg doch möglich ist, wenn ein Titel einfach einschlägt. Nach dieser Ausnahme pendelte sich Deutschlands ESC-Kurve wieder irgendwo zwischen Mittelfeld, kurzem Hoch und Absturz ein. Egal, die Fans lieben die Show trotzdem, die Sponsoren bleiben dem ESC erhalten und davon profitieren schlussendlich alle Teilnehmer des Wettbewerbs!

Warum nimmt Australien / Israel am ESC teil? Eurovision Song Contest


Noch immer halten viele Fans den Eurovision Song Contest für eine rein europäische Veranstaltung. Dabei nimmt auch das nicht in Europa gelegene Land Israel seit Jahrzehnten begeistert teil. Neuestes Teilnehmerland ist seit 2015 sogar Australien am anderen Ende der Welt.

Wer darf mitmachen beim ESC? Teilnehmer Eurovision Song Contest, Regeln

Der Eurovision Song Contest ist von Anfang an keine Veranstaltung gewesen, die sich auf europäischen Grund und Boden bezog. Dabei handelt es sich um ein weit verbreitetes Missverständnis. Ausschlaggebend ist die Mitgliedschaft in der Europäischen Rundfunkunion. Deswegen heißt es auch „Eurovision Song Contest“ und nicht „European Song Contest“.

Mitglieder der „Europäischen Rundfunkunion“ oder auf Englisch „European Broadcasting Union“ (EBU) betreiben Rundfunksender auf europäischen Sendefrequenzen. Die Beginne des Eurovision Song Contest oder des „Grand-Prix Eurovision de la Chanson“, wie der Wettbewerb damals noch hieß, lagen bei der Absicht zu einer Gemeinschaftsveranstaltung der öffentlich rechtlichen Fernsehsender der EBU Länder.

Wer zum EBU dazugehört und die Sendefrequenzen nutzen darf, bestimmt die „Internationale Fernmeldeunion“ beziehungsweise „International Telecommunication Union“ (ITU). Diese Gesellschaft sitzt in Genf.

Warum nimmt Israel am ESC teil? Eurovision Song Contest

Der junge Staat Israel nutze seit dem Start eigener Rundfunkprogramme europäische Sendefrequenzen. Seit 1957 ist Israel Vollmitglied in der Europäischen Rundfunkunion.

Bis heute betreibt die „Israeli Public Broadcasting Corporation“ (IPBC) mehrere Sender, die zur europäischen Sendezone zählen. Einer der Hauptevents auf diesen Kanälen ist der jährlich stattfindende Eurovision Song Contest.

Israel nutzt die Möglichkeit zur Teilnahme seit 1973. Gleich beim Debüt belegte das Land den 4. Platz unter insgesamt 17 Teilnehmern. Gewonnen hat das Land den Contest seitdem viermal

  • 1978 in Paris, Izhar Cohen & The Alpha-Beta mit „A-Ba-Ni-Bi“
  • 1979 in Jerusalem, Gali Atari und Milk & Honey mit „Hallelujah“
  • 1998 in Birmingham, Dana International mit „Diva“
  • 2018 in Belgrad, Netta mit „Toy“

Diese Art der Zugangsberechtigung zum Contest begründet übrigens auch die Teilnahme von Russland (seit 1994), Armenien (seit 2006), Georgien (seit 2007) und Aserbaidschan (seit 2008).

Warum nimmt Australien am ESC teil? Eurovision Song Contest

Die Teilnahme Australiens am Eurovision Song Contest stellt bisher eine absolute Ausnahme dar. Seit 1974 wird der Wettbewerb mit großem Erfolg im australischen Fernsehen übertragen. Die ESC-Mania begann mit dem Gewinn von „Waterloo“ durch die schwedische Kult-Band ABBA. Seitdem erreicht die Show jährliche Traumeinschaltquoten.

Diese seit Jahrzehnten ungebrochene Begeisterung der Australier brachte dem Land im Jahr 2014 eine ganz besondere Ehre ein. Die australische Künstlerin „Jessica“ durfte in der Pause des ESC im dänischen Kopenhagen im Unterhaltungsprogramm und außer Konkurrenz auftreten. Australien stand kopf und beim restlichen Publikum kam die Präsenz des Landes ebenfalls gut an. Schließlich beschloss das Komitee, Australien zur einmaligen Teilnahme am Wettbewerb im Jahr 2015 einzuladen.

Das 60. ESC Jubiläum stand an und mit Australiens Teilnahme sollte der Contest um eine Jubiläums-Darbietung bereichert werden. Im Falle eines Gewinns durch den australischen Interpreten, hätte die Show im Folgejahr allerdings nicht in Australien, sondern in einem Land innerhalb der Eurovisionszone stattgefunden.

Der australische Debütant Guy Sebastian belegte mit „Tonight Again“ prompt den 5. Platz unter den immerhin 27 Teilnehmern der finalen Austragung. Seitdem belegte das Land mit insgesamt fünf Teilnahmen viermal Plätze unter den besten 10.

  • 2015 Guy Sebastian mit „Tonight Again“ Platz 5/27
  • 2016 Dami mit „Im Sound of Silence“ Platz 2/26
  • 2017 in Kiew, Isaiah Firebrace mit „Don’t Come Easy“ Platz 9/26
  • 2018 in Lissabon, Jessica Mauboy mit „We Got Love“ Platz 20/26
  • 2019 in Tel Aviv, Kate Miller-Heidke mit „Zero Gravity“ Platz 9/26

Der Erfolg veranlasste die Macher, Australien in den Folgejahren immer wieder einzuladen. Um die australischen Fans und Interpreten nicht jedes Jahr auf eine Einladung warten zu lassen, beschloss die EBU im Jahr 2017 eine ständige Einladung, die vorerst bis zum Jahr 2023 Gültigkeit besitzt.

Wird der Eurovision Song Contest bald international?

Die ESC Reference Group überlegt derzeit eine Ausweitung der Show. Die Idee lautet, zukünftig allen Ländern außerhalb der Eurovisionszone die Teilnahme am Song Contest zu ermöglichen. Bei zu vielen Interessenten müsse das Los entscheiden. Bedingung für die Teilnahme wäre allerdings der Verzicht einer Austragung der Veranstaltung im eigenen Land. Die Show selbst soll unbedingt innerhalb der ursprünglichen Zone des europäischen Rundfunks bleiben.

Kritiker befürchten eine Überladung und unnötige Verkomplizierung der beliebten Musiksendung. Schon jetzt findet der Contest durch die gestiegene Anzahl an Teilnehmerländern unter Austragung langer Vorentscheide und mehreren Finalrunden statt. Während mache darin den neuen Reiz der Sendung sehen, vermissen andere den einstigen Charme des ESC.

Mehrzahl Praktikum: Was ist der korrekte Plural Praktika, Praktikas oder Praktikums? Bedeutung, Wortherkunft


Die korrekte Mehrzahl von „Praktikum“ lautet „Praktika“. Zwar sind umgangssprachliche Formen wie „Praktikas“ und „Praktikums“ oder „Praktikume“ erklärlich. Denn in der deutschen Sprache endet der Plural nämlich nie auf a, sodass es scheinbar nahe liegt, ein derart gebräuchliches Wort mit einer deutschen Pluralendung zu versehen. Jedoch sind dise erklärlichen Formen falsch. Der korrekte Plural (Praktika) entspringt jedoch nicht der deutschen, sondern der lateinischen Grammatik. In deren Regelwerk endet der Plural sächlicher Substantive auf a.

Plural / Mehrzahl von Praktikum: Praktika ist korrekt

Allerdings ist „Praktikum“ ursprünglich kein lateinisches Wort, sondern eine spätmittelalterliche Wortschöpfung in latinisierter Form, die ihre Verbreitung in sämtliche durch das Lateinische beeinflusste Sprachen gefunden hat.

Wortherkunft: Praktikum

Die Römer selbst kannten nur das griechische Fremdwort „Praxis“, woraus später unter anderem das Adjektiv practicus (practica, practicum) und das Verb „practicare“ entstanden. Alle mit „pract-“ beginnenden Wörter sind relativ jung und bezeichnen etwas Tätig-Anschauliches, wobei sie den Gegensatz zum Theoretisch-Abstrakten betonen.

Sie erschienen in einer Zeit, in der Wissen und Status der Universitätsgelehrten sich deutlich vom Praktizierenden abhoben, der nach seiner handwerklichen Ausbildung einer praktischen Tätigkeit nachging. Besonders anschaulich wird das am Unterschied zwischen dem Universitätsmediziner und dem Bader: Beide waren im heutigen Sinne Ärzte, allerdings besaß der Akademiker wenig praktische Erfahrung, während der Bader die Schriften der Gelehrten kaum kannte.

Noch im 16. Jahrhundert bezeichnete man jemanden als „Praktikanten“, der sich offiziell nicht anerkannter Methoden bediente. Darin ist wiederum die Wurzel „Praxis“ zu erkennen, denn sie bedeutet sowohl „Tätigkeit“ als auch „Verfahren“ (im Sinne einer bestimmten Methode, etwas zu tun). Erst seit dem 17. Jahrhundert gilt das Praktikum als tätige Fortsetzung der theoretischen Ausbildung, also als das Aneignen praktischen Könnens in Ergänzung zum bereits erworbenen Wissen. Diese positive Sichtweise auf konkrete Erfahrung schlägt sich auch in weiteren Wortschöpfungen nieder, etwa in der materia practica, dem Anschauungsmaterial.

Da sämtliche dieser Begriffe im Spätmittelalter und der frühen Neuzeit entstanden, als Latein sowohl kirchliche als auch akademische Sprache war, richten sie sich nach den Regeln der lateinischen Grammatik.

Erst in der Neuzeit entstand das deutsche Wort „Praktikum“. Es leitet sich vom lateinischen „practica“ ab.

Mehrzahl / Plural: Praktika ja, Praktikums nein!

„Praktika“ ist die Mehrzahl von Praktikum. Wer von „Praktikas“ redet, begeht eine sprachliche Redundanz. Denn mit dem Wort „Praktikas“ findet eine doppelte Pluralbildung statt. Es wird nämlich der Plural vom Plural gebildet.

Die Verwirrung, die hier entsteht, hängt mit der Pluralbildung in der deutschen Sprache zusammen. Im deutschen Sprachsystem wird nämlich der Plural meist mit „-s“ oder „-e“ am Ende gebildet. Im lateinischen Sprachsystem wird der Plural mit „-a“ oder „-i“ gebildet. (Siehe: Status, Datum)

Wer das Wort „Praktikume“ oder „Praktikums“ bilden will, liegt zwar nach der Logik der deutschen Sprache richtig, aber verletzt vereinbarte sprachliche Regeln. Für den Plural vom Wort „Praktikum“ gilt, dass die lateinische Pluralbildung angewendet wird, auch wenn wir uns in der deutschen Sprache befinden.

Soldi von Mahmood – Bedeutung, Übersetzung auf deutsch


„Soldi“ ist ein Lied vom italienischen Musiker Mahmood. Mit „Soldi“ nahm er am Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv (Israel) für Italien teil und belegte mit 472 Punkten den zweiten Platz.

„Soldi“ stellte Mahmood erstmalig am 5. Februar auf dem Sanremo-Festival 2019 in Sanremo vor und wurde sogar zum Sieger des Festes gewählt. (Das Sanremo-Festival ist in Italien einer der wichtigsten Musikwettbewerbe.) Danach stieg „Soldi“ für sechs Wochen auf den ersten Platz der italienischen Charts und wurde in Italien mit 3x Platin ausgezeichnet. (Damit ist „Soldi“ das erste Eurovision-Lied, dass im eigenen Land den ersten Platz der Charts belegte.)

Das offizielle Veröffentlichungsdatum von „Soldi“ ist der 6. Februar 2019. Auf YouTube wurde das Lied schon am 5. Februar 2019 veröffentlicht und hat nach rund drei Monaten mehr als 80 Millionen Aufrufe erhalten.

„Soldi“ schrieb Mahmood zusammen mit Dario „Dardust“ Faini und Charlie Charles. Beide produzierten das Lied auch. Der Refrain besteht aus dem markanten Händeklatschen.

Was „Con Calma“ auf deutsch, erfährst du hier.

Debütalbum: Gioventù bruciata (Bedeutung auf deutsch, Übersetzung Name)

„Soldi“ ist Teil des Debut-Albums von Mahmood „Gioventù bruciata“. „Gioventù bruciata“ bedeutet wortwörtlich auf deutsch „Verbrannte Jugend“ / „Verbrannte Jugendlichkeit“ und meint sinngemäß „Verschwendete Jugend“. Soldi ist das fünfte Lied vom Album Gioventù bruciata. „Gioventù bruciata“ wurde im Februar 2019 veröffentlicht.
Benannt ist das Debütalbum von Mahmood nach dem Film „…denn Sie wissen nicht was sie tun“. Im englischen Original heißt der Film „Rebel Without a Cause“ und auf italienisch eben „Gioventù bruciata“.

Was „La dolce Vita“ auf deutsch heißt, erfährst du hier.

Was heißt „Soldi“ auf deutsch? Übersetzung

„Soldi“ ist italienisch und bedeutet auf deutsch: Geld. (Weitere Synonyme für Geld findest du hier.)

Worum geht es im Lied „Soldi“? Bedeutung

Im Lied „Soldi“ singt bzw. rappt Mahmood darüber, dass es oft nur ums Geld geht. Er thematisiert, dass fehlendes Geld eine große Belastung für eine Beziehung und Familie ist. Das Lied ist authentisch, weil es autobiografisch ist, denn im Lied singt Mahmood über die zerrüttete Beziehung zu seinem Vater..

Mahmood singt über einen Vater, der sich von Mutter und Kind trennt. Ein Vater, der jeden Kontakt ablehnt und kein Interesse an Familie hat. Mahmood rappt darüber, dass den Vater nur das Geld interessiert, er lügt und unehrlich ist.

„Soldi“ sollte nicht wortwörtlich verstanden werden. „Soldi“ behandelt die Bedeutung von Geld für eine Familie.

Das Lied „Soldi“ singt Mahmood größtenteils auf italienisch. Nur wenige Worte sind arabisch. Er singt:

Wer ist Mahmood? Biografie, Steckbrief

Der bürgerliche Name von „Mahmood“ ist Alessandro Mahmoud. Er wurde am 12. September 1992 in Mailand, Italien geboren und wuchs in der  Vorstadt „Gratosoglio“ von Mailand auf. Seine Mutter ist Italienerin und stammt aus Sardinien. Sein Vater hat ägyptische Wurzeln.

Als Mahmood fünf Jahre alt war, trennten sich seine Eltern. Er wurde danach von seiner Mutter großgezogen.

Das Verhältnis zu seinem Vater hat sich seit wenigen Jahren verbessert. Alessandro und er haben wieder etwas Kontakt.

Mahmood spricht kein arabisch, trotz seines Vaters.

Mahmood ist schwul.

2012 nahm an der italienischen Version von „X Factor“. Danach besuchte er eine Musikschule und veröffentlichte 2013 seine Debut-Single „Fallin‘ Rain“. 2016 nahm er in der Kategorie „Newcomer“ am Sanremo-Festival teil. Seine Musik beschreibt Mahmood als „Marocco Pop“; eine Mischung aus äyptischer, italienischer und internationaler Pop- und R&B-Liedern.

Facebook: MahmoodWorld
Twitter: Mahmood_Music
Instagram: mahmood

Über den Namen „Mahmood“

Der Name „Mahmood“ leitet sich von seinem bürgerlichen Nachnamen „Mahmoud“ ab und ist gleichzeitig ein Wortspiel. Denn „Mahmood“ klingt wie „my Mood“. „My Mood“ bedeutet auf deutsch „Meine Stimmung“, „Meine Laune“ oder „Meine Gemütslage“. Eine Anspielung auf seiner arabischen Wurzeln tätigt Mahmood mit seinem Künstlernamen nicht.