Was ist eine Bompel (Bodenampel)? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was ist eine Bompel Bodenampel, Bedeutung, Definition, Erklärung


Eine Bompel ist eine Ampel, die im Boden angebracht wurde. Sie wurde für Smartphone- und Handynutzer angebracht, damit diese bei der Nutzung ihrer Geräte auf Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam gemacht werden.

Was ist eine Bompel (Bodenampel)? Bedeutung, Definition, Erklärung

Der Gedanke hinter der Bompel ist folgender: Wo gucken Smartphonenutzer beim Nutzen ihres Gerätes hin? Sie gucken nach unten. Gewöhnliche Ampeln sind nicht am Boden angebracht, sondern „oben“ an Masten und Pfählen. Die Folge ist: Smartphonenutzer sehen Ampelsignale nicht und werden damit zur Gefahr für den Straßenverkehr und für sich selbst. Die Lösung: Also muss die Ampel „unten“ sein, damit sie gesehen wird.

Die Bompel leuchtet nicht nur rot, gelb oder grün. Sie kann auch weiß (oder in anderen Farben) blinken. Dies erregt die Aufmerksamkeit von Menschen, die in Smartphone vertieft sind. (Sogenannte „Smombies„!)

Bompel ist die Abkürzung für Bodenampel.

Bedeutung, Definition, Erklärung der Bompel (Bodenampel)

Im Jahr 2016 wurde ein Pilotprojekt gestartet, um v. a. Handynutzer zusätzlich mit Leuchten auf die Gefahren im Straßenverkehr aufmerksam zu machen. Man hörte man zum ersten Mal das Wort Bompel. Es ist eine Zusammensetzung aus Boden und Ampel. Hierunter muss man sich in den Boden eingesetzte Leuchten vorstellen, die Passanten bei gefährlichen Übergängen zusätzlich zu einer normalen, bereits vorhandenen Lichtzeichenanlage vor einer Gefährdung warnen, z. B. bei der Überquerung von Tramgleisen. In den Straßenbelag vor einem möglichen Gefahrenpunkt eingelassene LED-Leuchten oder Leuchtstreifen geben durch Blinken ein optisches Signal, wenn eine vermeintliche Gefahr bevorsteht.

Da viele Handynutzer auch während des Gehens und auch beim Radfahren in ihr Smartphone vertieft sind und nach unten blicken, war die Idee, sie durch die Bompeln mit einem extra Warnsignal neben bereits vorhandenen Piktogrammen oder Markierungen zur Vorsicht zu ermahnen. Unfälle sollten mit diesem zusätzlichen Warnelement auf dem Boden durch blinkende Signale direkt in Richtung des nach unten sehenden Handynutzers verhindert werden. Die Idee dahinter klingt plausibel. So ein in das Handy versunkener Mitbürger soll mit dem ihn anstrahlenden Licht ein nahendes Unglück leichter erkennen und seine Aufmerksamkeit auf die wesentlichen Dinge in der aktuellen Situation richten können.

Wie Statistiken zeigten, blickt nahezu jeder fünfte Handynutzer während des Gehens auf sein Handy. Besonders aufs Handy glotzende Radfahrer bilden eine enorme Gefahr für den Straßenverkehr. Die Gefahren, die hiervon ausgehen, liegen auf der Hand. So ist die gute Absicht der Installation von Bompeln sicherlich zu befürworten.

Durch diese Maßnahmen kann das gedankenverlorene Verhalten einiger uneinsichtiger und unvorsichtiger Handynutzer vielleicht auch andere Passanten schützen. Man denke nur an eine plötzlich abbremsende Straßenbahn.

Die Stadt Augsburg war hier Vorreiter und hat an einigen markanten Stellen Bompeln angebracht. Einige andere Städte folgten, aber der erwünschte Effekt des Projektes bzgl. Abschreckung oder Wirksamkeit der Bompeln hielt sich in Grenzen. Die Absicht der Bompeln ist nachvollziehbar, aber das „Volk“ muss da mitziehen und durch Einsicht und entsprechendes Verhalten so für den Erfolg sorgen. Das hat sich leider nicht so herausgestellt, wenngleich in einigen Städten bei Verkehrssituationen mit hohem Gefährdungspotenzial die Anzahl der gravierenden Unfälle zurückgegangen ist.

Akzeptanz der Bompel

Es zeigte sich im Laufe der Zeit, dass die Handynutzer sich davon nicht unbedingt beeindrucken ließen. Sie richteten nach wie vor ihre Konzentration auch beim Passieren eines Gefahrenbereichs, wie z. B. das Überqueren von Straßenbahnschienen oder bei Kreuzungen eher auf das Smartphone, als auf den umgebenden Verkehr zu achten. Die ursprünglich geplante Risikominimierung fand quasi nicht statt.

Da die Wirksamkeit der Bompeln nicht den gewünschten Effekt brachte, wurde das Projekt in den Städten nach und nach eingestellt oder zumindest keine neuen Aktivitäten in dieser Richtung in Angriff genommen.

Alternativen zur Bompel

Akustische Signale zeigten sich parallel oder nach der Erprobungsphase als effektiver. Auch eine Anpassung von Rot-Zeiten von Ampeln hat ergeben, dass auch der intensiv auf sein Handy blickende Mensch doch ab und zu mal auf die bereits vorhandene Ampel blickt. Eine sehr vielversprechende Alternative wäre eine direkte Mitteilung auf das Handy, wenn man sich einem Gefahrenbereich nähert. Hierdurch bekäme der Handynutzer direkt und im Idealfall augenblicklich auf sein Smartphone einen entsprechenden Hinweis und einem möglichen Unfall könnte so präventiv vorgebeugt werden. Doch das ist aktuell noch Zukunftsmusik.

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