Was ist ein Hypebeast? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was ist ein Hypebeast, Bedeutung, Definition, Übersetzung, Erklärung


Ein Hypebeast ist jemand, der sehr viel Geld für Markenkleidung, Markenschuhe und Markenaccessoires ausgibt. Mehr über Hypebeasts erfährst du in diesem Beitrag.

Was bedeutet es ein Hypebeast zu sein? Bedeutung, Definition

Ein Hypebeast kauft, trägt und sammelt teure, hochwertige, exklusive und limitierte Mode, Bekleidung, Schuhe und Accessoires. Ein Hypebeast interessiert sich für Edelsneaker, Edel-Hoodies, Edel-T-Shirts und Edel-Pullover. Teure und exklusive Mode wird für ein Hypebeast interessant, wenn diese in Deutschland kaum erhältlich ist.

Hypebeasts tragen und sammeln Markenmode nicht nur, sondern sie handeln auch damit. Denn die einzelnen Stücke eignen sich gut für den Wiederverkauf. (Hier gilt, je exklusiver ein Stück ist, umso beliebter ist es. Dies ist vergleichbar mit Oldtimern.)

Viele Marken stehen in Verbindung mit dem Hypebeast-Trend: Supreme, Balenciaga, Gucci, Nike, Yeezy, Louis Vuitton

Ein Hypebeast kauft Mode, Bekleidung, Schuhe oder Asscessoires für dreistellige, vierstellige oder sogar fünfstellige Preise. Die Kleidungs-, Schuh- oder Accessoire-Sammlung eines Hypebeast kann schnell einen Wert im fünfstelligen, sechsstelligen oder sogar siebenstelligen Euro-Bereich erreichen.

Warum kauft ein Hypebeast teure Mode?

Ein Hypebeast kauft teure, hochwertige und exklusive Mode, um sich selbst zu profilieren, Status auszustrahlen, Aufmerksamkeit zu erhalten und um etwas Besonderes zu sein. Ein Hypebeast will anderen ganz bewusst zeigen, dass er sich sehr teure Mode leisten kann. Ein Hypebeast gibt bewusst an, zeigt wie es gut es ihm gut und stellt sich gezielt zur Schau. (In Hypebeast-Sprache: „Er flext.“)

Letztendlich geht es beim Hypebeast-Trend darum, dass jemand etwas besonderes sein möchte und sich dieses Bedürfnis durch teure Modemarken erfüllt. Denn der hohe Preis ist ein Filter und begrenzt, wer sich die Hypebeast-Mode leisten kann und wer nicht.

Hypebeasts treffen ihre Kaufentscheidung nach dem Logo, dem Markennamen und dem Preis. Sie vertrauen komplett dem Markennamen (Brand) und leiten aus dem Preis Hochwertigkeit ab. Persönliche Vorlieben werden unwichtig, wenn die richtige Marke ein Produkt veröffentlicht.

Ein weiterer Anreiz teure Mode zu kaufen, entsteht durch die Freunde eines Hypebeasts. Sie feuern sich gegenseitig an und wer als Hypebeast mithalten möchte, muss eben teure Mode kaufen.

Kurzum: Ein Hypebeast profiliert sich selbst über seine Kaufentscheidungen, Mode und zur Schau getragenen Markennamen.

Worum es beim Hypebeast geht:

Beim Hypebeast-Trend geht es nicht um Individualität, sondern darum populäre Kleidung zu tragen. Der Kleidungsstil eines Hypebeast soll keine individuellen Vorlieben, keinen Charakter oder keine Gruppenzugehörigkeit (zu einer Subkultur) unterstreichen. Es geht einfach darum, dass ein Hypebeast Kleidung von Modemarken trägt und zwar Kleidung, die sich nicht jeder leisten kann. Ja sogar geht es um Kleidung, die sich nur wenige leisten können! Denn ein Hypebeast will mit seinem Kleidungsstil etwas darstellen und andere beeindrucken.

Jemand, der ein Hypebeast ist, lässt sich von Prominenten beeinflussen. Ein Hypebeast will z.B. die Schuhe, Jacke oder Hose von bekannten Musikern oder Rappern tragen.

Was bedeutet das Wort „Hypebeast“ auf deutsch? Übersetzung

Das Wort „Hypebeast“ setzt sich aus zwei Worten zusammen: „Hype“ und „Beast“.

Als Hype wird alles bezeichnet, was populär, trendig und gerade angesagt ist. Etwas das „Hype“ ist, ist gerade cool, jetzt ein must-have und wer angesagt sein will, muss es tragen. Zum Hype wird, was Prominente, bekannte Musiker, Sänger, Rapper oder Schauspieler tragen. (Ein anderes Wort für Hype ist Trend.)

Das Wort „Beast“ steht für Besessenheit und Obsession. Damit ist gemeint, dass eine Person den starken Wunsch und das starke Verlangen nach etwas (in dem Fall Kleidung) hat. Sie ist besessen von Fashion und will Teil des Hypes sein.

Die weibliche Variante von Hypebeast ist „Hypebae“.

Geschichte: Wie der Hypebeast-Trend entstand

In den 1980er Jahren entstand ein Sneaker-Hype. Dieser entstand, um den Basketballspieler Michael Jordan. Er wurde populär und mit ihm wurden auch seine Sneaker (dt. Turnschuhe) sehr populär. Die Hip-Hop- und Rapszene erstarkte ebenfalls und wurde in den 1980er Jahre populär. Hip-Hopper und Rapper trugen Hoodies, Pullover und Sneaker. (Streetwear- und Urban-Mode) Michael Jordan und viele Rapper sorgten dafür, dass Sneaker populär wurden.

Viele Menschen fingen in den 1980er Jahren an Sneaker zu tragen und zu kaufen. Dies führte dazu, dass ein großer Sneaker-Markt entstand, der wuchs. Einige Menschen fingen an Sneaker zu sammeln, andere erkannten das Potential der Sneaker. Der Nummer 1 Sneakerproduzent wurde Nike. Nike produzierte viele Sneaker und begann auch Sneaker in limitierten Auflagen zu verkaufen. Die limitierten Auflagen und die große Popularität führten zum Hypebeast-Trend.

Auch in Deutschland gab es in den 1980er Jahren einen erinnerungs- und denkwürdigen Turnschuhmoment. 1985 wurde der Grünen-Politiker Joschka Fischer zum Umweltminister von Hessen vereidigt. Bei seinem Amtseid trug er strahlend weiße Turnschuhe. Im Nachhein erhielten seine Schuhe mehr Aufmerksamkeit als der Amtseid selbst. Denn die Schuhe standen für einen Tabubruch und für eine neue Art von Politik, grüne Politik. Fischer entschied sich für weiße Turnschuhe, da sie ein Protestsymbol für ihn waren.

Anfang der 2000er Jahre gibt es erste Webseiten und Foren über Sneaker. Hier tauschen sich Fans. Einer davon ist hypebeast.com.

Schon im Jahr 2006 gab es im Urbandictionary den ersten Eintrag über „Hypebeast“.

Seit 2017 verbreitet sich Hypebeast-Trend stark in Deutschland.

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