Was ist das Wendy Syndrom? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was ist das Wendy Syndrom, Bedeutung, Definition, Erklärung


Das Wendy Syndrom bezeichnet ein ganz bestimmtes Verhältnis zwischen Mann und Frau in einer Beziehung. Die „Wendy“ ist in praktisch jeder Lebenslage nur für ihren Mann da, sie kümmert sich um alle anfallenden Aufgaben innerhalb der Beziehung und regelt alles, was ihn in Schwierigkeiten bringen könnte. Sie bemuttert und verwöhnt ihn völlig maßlos und ordnet alle ihre Bedürfnisse den seinen unter. Und das tut sie sogar noch gern und freiwillig.

Warum eine solche Frau „Wendy“ genannt wird, ist einfach erklärt. Der Name stammt aus der Kinder-Geschichte von „Peter Pan“, dem Jungen, der nicht erwachsen werden wollte. In dieser Geschichte kommt das Mädchen Wendy Darling vor, dass Peter Pans Freundin wird und von ihm und seinen Freunden auf die Insel Neverland gelockt wird und dort für sie wäscht, putzt kocht und alles für sie tut, sich regelrecht aufopfert.

Was ist das Wendy Syndrom? Bedeutung, Definition, Erklärung

Auch wenn der Begriff Wendy Syndrom eher lustig klingt, kann das Wendy Syndrom sehr ernst sein oder werden. Sehr viel ist darüber bisher noch nicht bekannt, aber Psychologen und Psychiater gehen davon aus, dass es nicht wenige Frauen gibt, die stark darunter leiden. Aus dem Wendy Syndrom entsteht oft eine Störung des allgemeinen Wohlbefindens, kann es auch zu körperlichen Beschwerden, zu Erschöpfungszuständen zu Panikattacken und zu Depressionen kommen. Bei der Entstehung des Wendy Syndroms spielt sicherlich oft mangelndes Selbstbewusstsein der Frauen eine entscheidende Rolle. Aber auch die Erziehung, das vorgelebte Frauenbild und natürlich auch die Männer, die diese Unterordnung nicht nur annehmen, sondern sie (wie Peter Pan) sogar fordern, ist ein möglicher Auslöser.

Die Symptome des Wendy Syndroms?

Es ist nicht ganz leicht zu erkennen. Schließlich „bemuttern“ viele Frauen ihre Männer ganz gern und sind in ihren Beziehungen zum Partner aber auch zu anderen Familienangehörigen wie den Kindern oder den Eltern oft sehr hilfsbereit und bringen leicht persönliche Opfer. Aber beim Wendy Syndrom geht das Ganze über das normale Maß an liebevoller Opferbereitschaft weit hinaus. Die „Wendys“ verzichten auf ein eigenes Leben, auf alles, was ihnen selbst wichtig sein könnte. Sie reißen alle Verantwortung förmlich an sich, wollen sich unverzichtbar machen und haben Angst davor, zurückgewiesen zu werden, wenn sie ihr Verhalten ändern und auch einmal an sich denken würden.

Wie kann das Wendy Syndrom behandelt werden?

Der beste Weg dazu ist erst einmal die Selbsterkenntnis, dass das eigene Verhalten falsch ist und unbedingt geändert werden muss, damit die betroffene Frau aus dem Teufelskreis von übermäßigen Kümmern und Bemuttern und dem Gefühl ausgenutzt und abgewertet zu werden, ausbrechen kann. Dazu sind in der Regel sehr viele intensive Gespräche mit Therapeuten notwendig, weil selbst gut gemeinte Ratschläge von Familie und Freundinnen/Freunden meistens nicht fruchten. Der Fachmann wird auf jeden Fall auch immer versuchen, den betroffen Frauen Wege zu einem gesunden Selbstwertgefühl aufzuzeigen. Außerdem sollten Frauen mit dem Wendy Syndrom sich, wenn möglich, auch davor hüten, sich mit Männern zusammen zu tun, die sich infantil verhalten und keine Verantwortung für ihre Beziehungen übernehmen wollen.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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