Ein Spaßgetränk ist ein alkoholfreies meist zuckerhaltiges oder gesüßtes Getränk. Es kann Kohlensäure enthalten, muss aber nicht.
Zu den Spaßgetränken zählen unter anderem: Softdrinks, Brausen, Limonaden, Eistee und auch Bubble Tea. Aber auch Kaffeegetränke und Kaffeespezialitäten können zu den Spaßgetränken gezählt werden. Nämlich dann, wenn sie aufgewertet wurden oder irgendwie extravagant sind. (Bsp.: Sirup)
Ein Spaßgetränk kann alleine oder in Gesellschaft getrunken werden. Es kann zu verschiedenen Anlässen getrunken werden, wie z.B., wenn man sich belohnen möchte, wenn Feierabend ist oder wenn man Zeit mit Freunden verbringt.
Spaßgetränk: Warum das Ganze?
Spaßgetränke sind der Gegenentwurf zu Vernunftgetränken, Alltagsgetränken und funktionalen Getränken. Alltags- und Vernunftgetränke trinkt man, weil man physiologisch muss. (Durst!) Wasser ist z.B. ein Vernunftgetränk. Eine zuckerhaltige Limonade braucht niemand zum Überleben, aber es bringt Spaß sie zu trinken.
Anmerkung: Funktionale Getränke trinkt man z.B. wegen ihren Mineralien oder ihren Elektrolyten. Alltags- und Vernunftsgetränke sind im besten Fall zuckerlos und man kann sie täglich trinken, um hydriert zu bleiben.
Ein Spaßgetränk konsumiert man, wegen der Freude am Genuss, der Freude an der Farbe und natürlich der Freude am Geschmack. Ein Spaßgetränk muss nicht gesund sein. Deswegen dürfen Spaßgetränke auffällige Farben und Aromen haben.
Ein Spaßgetränk ist das Zeichen, dass jetzt die Pflicht und Arbeit vorbei sind. Man möchte jetzt Spaß und Aufregung haben. Man möchte das Leben genießen und feiern.
Spaßgetränke: Psychologie
Spaßgetränke können eine psychologische Funktion erfüllen. Dies passiert, wenn sie als Belohnung verwendet werden.
Belohnung sind Spaßgetränke in dem Sinne, dass unser Gehirn und unser Körper auf den im Getränk enthaltenen Zucker reagieren und unser Gehirn dann Dopamin ausschüttet. (Deswegen schmecken diese Getränke so gut. Unser Körper belohnt uns dafür, dass wir diese zuckerreiche Flüssigkeit gefunden haben. Zucker bedeutet nämlich Energie. Aber zu viel Zucker kann krank machen.) Damit bieten Spaßgetränke Reize, die bei Wasser und Tee nicht stattfinden.
Natürlich spielt auch das Marketing und die Inszenierung der Getränke eine Rolle. Spaßgetränke werden meist als aufregend, intensiv und prickelnd vermarktet. Genau diese Emotionen will man auch spüren, wenn man das Spaßgetränk trinkt.
Kommentar der Redaktion:
Spaßgetränke zeigen eins: Es gibt ein Bewusstsein für gesunde und ungesunde Getränke. Getränke mit zu viel Zucker sind lecker, aber auf Dauer ungesund. Wer nun nicht, wie ein Asket leben möchte, gönnt sich bewusst(!) eine zuckerhaltige Brause, Limonade oder ein gesüßtes Getränk. Das man es bewusst macht ist der Unterschied und der ist wichtig. Damit ist „Spaßgetränk“ eigentlich nichts anderes als eine Form des Cheatdays. Nur für Getränke halt.
Spaßgetränke können auch als Statement gegen die reine Vernunft gewertet werden. Klar, es scheint klug vernünftig zu handeln, zu essen, zu trinken und zu leben, aber irgendwie ist das auch langweilig. Spaßgetränke bieten hier einen kleinen Gegenpol. Denn sie sind das Gegenteil. Ein bisschen unvernünftig und ein bisschen ungesund. Spaßgetränke sind deswegen eine bewusst gewählte Ausnahme, die gerade genau deshalb Freude bereitet.
