Portemonnaie, Portmonee oder Portemonee: Was ist korrekt / richtig? Bedeutung, Rechtschreibung

In Deutschland und der deutschen Sprache hat sich neben deutschen Worten wie Geldbeutel, Brieftasche oder Geldbörse auch das französische Wort „Portemonnaie“ verbreitet und etabliert. Das Wort „Portemonnaie“ führt immer wieder zu Problemen, denn viele fragen sich: Wie schreibe ich es richtig? Portemonnaie oder Portmonee?

In diesem Beitrag erklären wir, welche die richtige Schreibweise für „Portemonnaie“ ist, welche anderen Schreibweisen auch okay sind und wie die Verwirrungen, um die Schreibweise entstanden sind.

Machen wir es kurz: In der deutschen Sprache sind die französische Schreibweise „Portemonnaie“ und die eingedeutschte Schreibweise „Portmonee“ gängig sowie erlaubt.

Was bedeutet Portemonnaie auf deutsch? Übersetzung, Bedeutung

„Portemonnaie“ ist französisch. Es setzt sich aus zwei französischen Worten zusammen: „porte“ und „monnaie“. „Porte“ leitet sich vom französischen Verb „porter“ ab und bedeutet auf deutsch „tragen“. „Monnaie“ bedeutet auf deutsch „Geld“ oder „Münze“. „Monnaie“ leitet sich vom lateinischen Wort „moneta“ ab, was in der deutschen Sprache als „Moneten“ bekannt ist. (Weitere Synonyme und Bezeichnungen für Geld findest du hier.)

Damit bedeutet „porte monnaie“ auf deutsch: „trag Geld“ oder „trage Münzen“. Das französische Wort „Portemonnaie“ beschreibt also ziemlich genau den Zweck einer Geldbörse. Sie dient dazu, Münzen (Scheine und allerhand Karten) zu tragen.

Verwirrung: Was ist korrekt? Portemonnaie, Portmonee oder Portemonee

Das französische Wort „Portemonnaie“ und das eingedeutsche Wort „Portmonee“ sind beide gängig und erlaubt in der deutschen Sprache.

Verboten und falsch sind dagegen folgende Mischformen bzw. Schreibweisen:

  • Portemonee (mit „e“ nach dem „Port“)
  • Portmonne (mit doppel „n“ und einem „e“)
  • Portmoné (mit „é“ als „ee“-Ersatz)
  • Portemonaie (mit nur einem „n“)

„Portmonee“ ist die Eindeutschung des französischen Wortes „Portemonnaie“. Es ist für die deutsche Sprache und deutsche Sprecher verständlicher, da auf Buchstaben die nicht gesprochen und Buchstaben, die wegen eines kleinen Striches, anders betont werden, verzichtet wurde. (Die Sprachregeln wie ausgelassene Buchstaben oder Akzente sind in anderen Sprachen gängig. Nur in der deutschen Sprache eben nicht.)

„Portmonee“ wird geben geschrieben wie es gesprochen wird. Während „Portemonnaie“ anders geschrieben, als es auf deutsch ausgesprochen wird. Des Französischen Unkundige könnten „Portemonnaie“ immerhin auf deutsch als „Porte-Mon-Naie“ aussprechen, was falsch wäre.

„Port­mo­nee“ ist als alternative Schreibweise für „Portemonnaie“ auch im Duden eingetragen. Empfohlen wird laut Duden „Portemonnaie“. Beide Schreibweisen sind deswegen trotzdem möglich.

Übrigens: Wer Probleme beim Schreiben des Wortes Portemonnaie hat, kann einfach deutsche Ausdrücke wie Brieftasche, Geldbörse oder Geldbeutel verwendet.

Wie das Wort „Portemonnaie“ nach Deutschland kam

Der Begriff „Portemonnaie“ verbreite sich wahrscheinlich im 18. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum. Das französische Königshaus setzte schon lange kulturelle Maßstabe und galt als Vorbild sowie Trendgeber für andere Königshäuser. (An europäischen Königshäusern wurde bevorzugt französisch gesprochen, auch in Preußen.)

Durch Napoleon wurde Frankreich auch als Landmacht in Europa dominant, was in verschiedenen Feldzügen mündete. Mit Napoléons Besetzung von Teilen des heiligen römischen Reiches verbreiteten sich die französische Sprache und Teile der französischen Kultur nach Deutschland – so kam das Wort „Portmonnaie“ nach Deutschland.

Napoléon brachte den „Code civil“, auch „Code Napoléon“ genannt, nach Deutschland. Der „Code civil“ war ein Meilenstein in der Gesetzgebung und regelte erstmals einheitlich das Zivilrecht. Unter anderem wurden bürgerliche Freiheitsrechte, Eigentumsrechte und die Gleichheit vor dem Gesetz geregelt. (Vorher galten überlieferte lokale Gewohnheiten als Rechtsgrundlage. Diese waren von Ort zu Ort verschieden.)

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