Wofür / Wozu sind Hummeln gut? Erklärung, Nutzen

Wofür, Wozu sind Hummeln gut, Erklärung, Nutzen


Hummeln gehören zu den Wildbienen, die zwar Pflanzen im Garten bestäuben, aber keinen Honig liefern. Im Gegensatz zu Bienen sind sie mit einem längeren Rüssel ausgestattet. Dadurch kommen sie leichter an die Pollen heran, die für Bienen unzugänglich sind.

Wofür / Wozu sind Hummeln gut? Erklärung, Nutzen

Es ist nur ein Mythos, dass Hummeln nicht stechen können. Sie haben einen Stachel, setzen ihn aber nur im äußersten Notfall ein. Etwas aggressiver sind die Baumhummeln. Sie verteidigen ihre Nistkästen gerne mit einem schmerzhaften Stich. Erdhummeln kommen in Deutschland wesentlich häufiger vor. Sie sind aber nicht so auffällig und lassen sich kaum aus der Ruhe bringen. Es kann im Sommer passieren, dass sich im Garten gleich mehrere Hummelnester gebildet haben, ohne dass es der Gartenbesitzer merkt. Das liegt unter anderem daran, dass aus einem Nest höchstens ein bis zwei Hummeln fliegen. Sollte man sich versehentlich neben einem Hummelnest stellen, kann es passieren, dass ein paar verwirrte Hummeln umherschwirren. Hummeln orientieren sich an markanten Dingen in ihrer Umgebung. Durch einen Menschen in der Nähe sind sie daher kurz verwirrt sind und sich neu orientieren müssen.

Hummeln: Was machen sie?

Wie Honigbienen bilden Hummeln einen Staat, der aus 50 bis 600 Hummeln besteht. Hummeln gehören zur Kategorie der Stechimmen. Ab Februar und März suchen die Jungköniginnen einen geeigneten Nistplatz. Anfangs ist die Hummelkönigin noch allein unterwegs. Während dieser Zeit muss sie den Nachwuchs selbst versorgen und ist Feinden schutzlos ausgeliefert. In dieser Zeit müssen Hummeln viele Pflanzen finden, die sie mit reichlich Pollen und Nektar versorgen. Das Hummelvolk wächst zwischen April bis Juni. Die Königin legt im Hochsommer Eier für die Jungköniginnen und Drohnen ab. Die Arbeiterinnen werden dann nicht mehr länger aufgezogen. Das Hummelvolk geht im Hochsommer langsam zu Grunde, bis es im September komplett ausgestorben ist. Lediglich die Jungköniginnen überleben und suchen sich zum Überwintern einen sicheren Platz, damit sie auch im nächsten Jahr ein neues Volk gründen können. Einen guten Schutz bietet den begatteten Jungköniginnen Orte wie Erdlöcher. Wiesenhummeln haben nur eine Lebensdauer von circa 28 Tage.

Welche Aufgabe haben Hummeln?

Hummeln werden im Garten vor allem als Bestäuber benötigt. Sie fliegen anders als klassische Honigbienen auch bei schlechtem Wetter oder niedrigen Temperaturen aus. Eine Hummel ist in der Lage, ihre eigene Körpertemperatur durch den speziellen Körperbau und Flügelschlag zu erhöhen. Sie sind aus diesem Grund während einer Schlechtwetterperiode die einzigen, die sich um die Bestäubung von Gemüse- und Obstpflanzen kümmern. Einige Gärtner setzen Hummeln gezielt ein, um Tomaten oder andere Pflanzen in einem Gewächshaus zu bestäuben. Das gelingt ihnen durch die Vibrationen besonders gut.

Wie und wo nützen Hummeln?

Hummeln bestäugen im Vergleich zu anderen Tieren wesentlich effizienter. Sie haben eine bestimmte Muskel- und Körpermasse, wodurch sie Obstblüten besonders leicht bestäuben können. Die Früchte wachsen nicht nur größer, sondern auch gleichmäßiger. Studien haben in der Vergangenheit haben bewiesen, dass die Früchte durch die Bestäubung der Hummeln auch mehr Vitamine aufweisen. In der Landwirtschaft gelten Hummeln als wichtige Bestäuber bei Hülsenfrüchten wie Erbsen, Ackerbohnen und Wicken. Sie leisten auch beim Rotklee eine wertvolle Bestäubungsarbeit. Der größte Vorteil der Hummeln ist bei ihren langen Rüsseln zu finden. Nur mit kommen sie bei vielen Blüten an den begehrten Nektar.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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