Was ist der Unterschied zwischen Lachs, (Alaska-)Seelachs und Lachsersatz – Bedeutung erklärt


Wer glaubt, dass „Alaska-Seelachs“ oder „Seelachs“ zu den Lachsen gehören, irrt. Hinter den Bezeichnungen stecken andere Fische, als gedacht: „Seelachs“ ist der Handelsname des dorschartigen Fisches Köhler, auch Kohlfisch genannt. „Alaska-Seelachs“ ist der Handelsname des pazifischen und dorschartigen Fisches Pollack, auch Alaska-Pollack oder nur Pollack genannt. Keiner der beiden Fische gehörte zu Familie der Lachsfische (Salmonidae) oder zu Ordnung der Lachsartigen. Die Namen „Alaska-Seelachs“ und „Seelachs“ sind eine Erfinderung der deutschen Lebensmittelindustrie, um Pollack oder Köhler besser zuverkaufen.

Köhler und Pollack haben weiß oder gräuliches Fleisch, welches eingefärbt und als „Alaska-Seelachs“ oder „Seelachs“ verkauft wird. Beide Fische haben feines und zartes Fleisch. Sie sind günstiger als Lachs.

Gesundheit: Ist Seelachs gefährlich?

Das weiße Fleisch der Köhler und der Pollack wird rot eingefärbt, damit sie eine rote Färbung erhalten, die an die des Lachses erinnert. Dafür werden unter anderem die Farbstoffe Cochenillerot A (E-124) und Gelborange S (E 110) verwendet. In Deutschland werden Produkte, die Cochenillerot A oder Gelborange S enthalten gekennzeichnet. Auf der Verpackung muss dann stehen, dass die Produkte, die die Farbstoffe enthalten, die Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit von Kindern beeinträchtigen.

Cochenillerot A (E-124) und Gelborange S (E 110) gehören zu den Azofarbstoffen. (Azofarbstoffe werden aus Erdöl hergestellt.) Diese müssen seit dem 20. Juli 2010 mit einem Warnhinweis gekennzeichnet werden, da sie gesundheitlich nicht ganz unbedenklich sind. Diese Regelung hat die EU-Kommission festgelegt. Sie gilt für Produkte mit Tartrazin (E 102), Gelborange S (E 110), Azorubin (E 122), Cochenillerot A (E-124) und Allurarot (E 129), die innerhalb der Europäische Union verkauft werden.

Das Fleisch der Fische ist an sich unbedenklich.

Tipp: Informieren Sie sich über die Inhaltsstoffe bevor sie „Alaska-Seelachs“ oder „Alaska-Seelachs Schnitzel“ kaufen.

Lachsersatz: Ist Alaska-Seelachs eine Täuschung?

Nicht jedem Verbraucher ist geläufig, wie der Alaska-Seelachs hergestellt wird und wie er seine rote Farbe erhält. Auch die Handelsnamen „Alaska-Seelachs“ und „Seelachs“ können zu Verwirrungen führen, da sie an den Namen „Lachs“ erinnern.

Als Lösung, um dieser Verwirrung entgegen zu wirken, verwenden Hersteller die Bezeichnung „Lachsersatz“. Damit wird Verbrauchern deutlich gezeigt, dass es sich beim Produkt nicht um echten Lachs handelt.

Nach aktuellen rechtlichen Vorgaben müssen Hersteller die Bezeichnung „Lachsersatz“ gut sichtbar und deutlich lesbar auf der Verpackung anbringen. Auf welcher Seite der Verpackung sie den Ausdruck „Lachsersatz“ hinschreiben, ist jedoch den Herstellern überlassen.

Es wird kritisiert, dass das Einfärben des Fisches die Qualität des Fleisches nicht verbessert. Die Folge davon ist, dass der Alaska-Seelachs dem Lachs einfach sehr ähnlich sieht.

Wie wird Lachsersatz / (Alaska-)Seelachs hergestellt?

Köhler und Pollack werden gefangen, filetiert, entgrätet und in Salz gebeizt. Als nächsten werden sie in dünne Scheiben geschnitten und rot eingefärbt. Anschließend werden sie auf ein Sieb gelegt und kalt geräuchert. (Das kalte Räuchern findet bei 16 bis 26 °C statt und sorgt dafür, dass der Fisch länger haltbar wird.) Nach dem das Räuchern abgeschlossen ist, erfolgt durch die Weiterarbeitung. Das heißt der Fisch wird gewürzt, in Öl eingelegt oder anders verarbeitet.

Die anfallende Abschnitte (klein, stückig, zerteilt) werden als „Schnitzel“ bezeichnet.

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