Was bedeutet Brainteaser? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was bedeutet Brainteaser, Bedeutung, Definition, Erklärung


Der aus dem Englischen stammende Begriff Brainteaser kann mit Knobel- oder Denksportaufgabe übersetzt werden. Die wörtliche Übersetzung lautet Gehirnkitzler.

Was bedeutet Brainteaser? Bedeutung, Definition, Erklärung

Genutzt werden Brainteaser in Vorstellungsgesprächen oder in Assessment-Centern. Die potentiellen Arbeitgeber wollen die Bewerber mit Brainteasern testen. Dabei geht es darum, dass sie gerne erkennen möchten wie gut Menschen darin sind spontan und in einer Drucksituation, wie sie ein Vorstellungsgespräch aus natürlichen Gründen darstellt, Rätselfragen zu beantworten. Letztendlich geht es dabei um die Fähigkeit Probleme möglichst sicher, selbstbewusst und zügig zu lösen. Besonders beliebt sind Brainteaser bei großen Unternehmen, die international verschiedenste Niederlassungen haben.

Die unterschiedlichen Arten von Brainteasern

Fragen, die als Brainteaser gestellt werden, haben gegebenenfalls unterschiedliche Merkmale. Häufig sind Brainteaser Fragen nicht durch logisches Nachdenken zu beantworten. Ein Beispiel für eine solche Frage wäre: Wie schwer ist die Landmasse der Bundesrepublik Deutschland? Die Antwort darauf kann in einem Vorstellungsgespräch niemand wissen.

Dessen sind sich diejenigen, die die Frage stellen, bewusst. Die Fragesteller erwarten also nicht, dass ein Bewerber die Antwort präsentieren kann. Vielmehr geht es ihnen darum zu sehen, wie der Kandidat mit der Herausforderung, die ihm soeben gestellt wurde, umgeht. Zunächst wird beobachtet, wie der Bewerber grundsätzlich reagiert. Eine Antwort die durchscheinen lässt, dass der Bewerber diese Aufgabe gar nicht erst versuchen wird zu lösen, weil ihm klar ist, dass er sie nicht lösen kann, ist schlecht. Besser ist es sich trotzdem an der Antwort zu versuchen. Dabei sollte man ständig mitteilen, was man gerade denkt. So können Arbeitgeber sehen wie man an große Herausforderungen herangeht.

Weitere mögliche Brainteaser sind Logikaufgaben aus dem mathematischen Bereich. Dabei kann es um Zahlen, aber auch um räumliches Vorstellungsvermögen gehen. Hier wird einerseits Grundlagenwissen aus der Mathematik abgefragt, andererseits wollen die Arbeitgeber sehen wie Bewerber mit etwaigen Wissenslücken umgehen. Die Frage ist, ob sie mitteilen, dass sie nicht genau wissen, wie sie die Aufgabe lösen können, oder ob sie versuchen dies möglichst gut und unauffällig zu verbergen.

Auch Aufgabenstellungen aus dem kreativen Bereich bieten sich als Brainteaser an. Hiermit soll abgefragt werden, wie gut Bewerber über den eigenen Tellerrrand hinausblicken können. Oft haben diese Brainteaser überhaupt nichts mit dem Jobprofil zu tun, für das man sich beworben hat. Sie stammen aus gänzlich anderen Bereichen. Es soll getestet werden wie gut man sich auf Unbekanntes einlassen kann.

Alle Brainteaser Fragen haben übrigens eine Sache gemeinsam. Es gibt keine alleinige richtige Antwort. Bei Brainteasern ist vielmehr der Weg das Ziel. Es geht bei Brainteasern tatsächlich darum sich in einer Stresssituation zu behaupten.

Wie man sich richtig verhält, wenn Brainteaser Fragen gestellt werden

Bewerber wissen nicht immer, dass in einem Vorstellungsgespräch Brainteaser Fragen auf sie zukommen werden. Auch das ist von Arbeitgebern so gewollt. Wenn sie dies nicht ankündigen, ist der Überraschungseffekt höher, der Stress beim Bewerber steigt und Arbeitgeber glauben daran dann besser erkennen zu können, ob ein Kandidat für die ausgeschriebene Position geeignet ist oder nicht.

Regel Nummer eins beim Lösen von Brainteaser Aufgaben ist es deshalb ruhig zu bleiben. Wer bereits beim bloßen Stellen einer Brainteaser Frage Überforderung zeigt, scheidet aus dem Bewerbungsverfahren mit Sicherheit aus. Am besten wiederholt der Bewerber die Aufgabenstellung des Brainteasers noch einmal laut in eigenen Worten und fragt anschließend, ob er die Aufgabenstellung so richtig verstanden hat. Dies bietet sich an, weil Brainteaser auch als Fangfragen konstruiert sein können. Wer zu schnell agiert, lässt sich leicht aufs Glatteis führen. Als Faustregel gilt darüber hinaus: Fragen, die ganz offensichtlich eine sehr einfach Lösung haben, sind üblicherweise Fangfragen und die Antwort, die man als richtig eingeschätzt hat, ist sicher falsch. Wer Zweifel an konkreten Inhalten der Fragestellung hat, oder etwas nicht verstanden hat, sollte nachfragen.

Arbeitgeber legen Bewerbern dieses Verhalten nicht negativ aus, im Gegenteil. Eigene Gedanken für den Lösungsweg eines Brainteasers sollten immer in kleinen Schritten mitgeteilt werden. Außerdem sollte man immer begründen warum man den Brainteaser so gelöst hat, wie man es soeben beschrieben hat. Dies macht den eigenen Gedankengang für alle nachvollziehbar und Arbeitgeber sehen, dass man als Arbeitnehmer bemüht ist Entscheidungen und Lösungswege mit Wissen zu fundieren.

Was es sonst noch zu beachten gibt
Brainteaser werden unter anderem auch dazu eingesetzt, um zu sehen, ob Menschen genau zuhören und das Gehörte wirklich erfassen können. Brainteaser sind deshalb manchmal sehr komplex und beinhalten viele Einzelinformationen. Deshalb sollte man sich nicht scheuen ein Blatt Papier und einen Stift zu erbitten und nachzufragen, ob der Brainteaser nochmals wiederholt werden könnte, nachdem man das Papier und das Schreibgerät erhalten hat. Man kann diese Bitte elegant damit begründen, dass man bei der ersten Fragestellung bemerkt hätte wie umfangreich die Aufgabe ist. Deshalb möchte man sich gerne Notizen machen, um nichts zu vergessen.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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