Warum klebt Zucker, Honig, Karamell? Erklärung, Wissenschaft, Gründe

Warum klebt Zucker, Honig, Karamell, Erklärung, Wissenschaft, Gründe


Die Klebrigkeit ist eine sehr nützliche Eigenschaft. Es ist zwischen natürlichen Klebemitteln und Klebemitteln, die im Labor hergestellt werden, zu unterscheiden. Natürliche Kleber werden auch von Pflanzen, Tieren und Menschen produziert. Wenn dies nicht geschieht, können Wunden nicht geschlossen werden.

Die Kohäsion und die Adhäsion: Darum klebt Zucker

Diese Begriffe werden in allen Naturwissenschaften benutzt. Die Adhäsion bezeichnet im Bezug auf einen Kleber die Klebkraft von dem Klebstoff. Dies bedeutet, er verbindet die klebenden Teile. Bei der Reparatur kann Kleber benutzt werden. Die Kraft, mit der das Geklebte zusammenhält, wird als Adhäsionskraft betitelt. Unter Adhäsion kann Zusammenfügen verstanden werden. Es handelt sich somit um einen Vorgang, bei dem zwei verschiedenartige Stoffe zusammengehalten werden. Die Kohäsion hingegen umfasst die Zusammensetzung von dem Klebstoff. Es ist eine eigene Festigkeit oder Bindung vorhanden. Diese muss bei den bestimmten Klebevorgängen stärker oder schwächer gemacht werden. Es ist nicht möglich, mit jeder klebrigen Substanz etwas zu kleben. Der Kleber muss auch eine einfache innere Festigkeit aufweisen. Dies bedeutet, er verfügt über Kohäsionskräfte. Unter der Kohäsion versteht man die Kraft im Inneren von einer chemischen Verbindung. Zwischen den Molekülen herrscht Anziehungskraft. Dies führt in weiterer Folge dazu, dass ein Stoff klebrig gemacht wird. Neben den beiden Eigenschaften von Industrieklebern ist noch eine Dritte erwähnenswert. Es handelt sich um Tack. Darunter kann die Geschwindigkeit verstanden werden, mit der der Kleber klebt. Bei einem hohen Tack muss weniger Druck eingesetzt werden.

Siehe auch: Warum klebt Kleber?

Das Phänomen des Zuckers

Zucker schimmert und glitzert auf eine besondere Art. Diese Eigenschaft entsteht durch die Kristalle, die aus den unterschiedlichen Inhaltsstoffen gebildet werden. Sollte Feuchtigkeit oder Wasser in flüssiger Form zum Zucker gelangen, wird die kristalline Struktur in Einzelteile zerlegt. Der Wasserstoff im Zucker wehrt sich gegen diese Zerlegung. Er versucht eine chemische Verbindung einzugehen. Die Klebrigkeit des feuchten Zuckers entsteht durch die Bemühungen von dem Wasserstoff. Genauso ist es bei Süßigkeiten. Wenn diese keinen Anteil an Feuchtigkeit aufweisen, kleben sie nicht, sondern sind hart. Je nachdem wie die Kristalle aufgebaut sind, gibt es unterschiedliche Arten von Zuckern. Es gibt Einfachzucker, sogenannte Monosaccharide und Mehrfachzucker, sogenannte Polysaccharide.

Das Phänomen des Honigs

Die unterschiedlichen Arten von Honig enthalten unterschiedliche Arten von Zuckern. Die Zucker des Honigs werden als Saccharide betitelt. Der Körper kann den Zucker aus dem Honig sofort verwerten, da es sich um Einfachzucker handelt. Bei Glukose handelt es sich um Traubenzucker, einen Einfachzucker. Glucose ist auch im Honig enthalten. Da der Körper den Traubenzucker schnell verwerten kann, essen ihn viele Sportler und Sportlerinnen während eines Wettkampfes. Dies bringt ihnen schnelle Energie. Müde Menschen können in der früh ein Honigbrot essen und sie werden bald fit sein. Allgemein gilt, was für den Zucker gilt, gilt für den Honig auch. Der Klebeeffekt des Honigs beruht auf den Sauerstoff-gebundenen Wasserstoffatomen des Zuckers. Diese sind in jedem Zuckermolekül sehr stark vertreten und üben nur geringe Anziehungskräfte aus. Es handelt sich um Wasserstoffbrückenbindungen. Der Zucker wird dadurch fest zusammengehalten. Dies ist allerdings nur der Fall, bis der Zucker mit Substanzen in Berührung kommt, die selbst Wasser enthalten. Allgemein gilt, dass der Honig aufgrund der Anziehungskräfte der Moleküle untereinander klebt.

Die fehlende Kohäsion beim Honig

Der Honig enthält viele verschiedene Zuckerarten. Obwohl der Honig klebt, kann er nicht als Kleber bei Alltagsprodukten benutzt werden. Dies ist darauf zurückzuführen, da es an inneren Bindemitteln mangelt. Es ist keine Kohäsion vorhanden. Aufgrund dessen können keine zerbrochenen Gegenstände geklebt werden. Trotzdem kann Honig als Klebemittel eingesetzt werden. Dies ist dann der Fall, wenn kein starkes Klebemittel benötigt wird und der Kleber essbar sein sollte. Aufgrund dessen wird Honig sehr oft beim Verzieren oder Backen von Kuchen eingesetzt. Für einen Kuchen reicht die Klebkraft von Honig aus.

Fazit: Warum klebt Zucker, Honig, Karamell? Erklärung, Wissenschaft, Gründe

Die Klebrigkeit von Zucker, Honig und Karamell kann im Endeffekt auf den Wasserstoff zurückgeführt werden. Der Wasserstoff befindet sich im Wasser und auch im Zucker. Sollten Wassermoleküle mit dem Zucker in Verbindung kommen, wird dieser klebrig. Die Atome streben grundsätzlich danach, dass der Kristall im Zucker zusammengehalten werden kann. Wenn der Zucker mit Wasser in Verbindung kommt, müssen neue Verbindungen angestrebt werden und der Zucker, der Honig oder das Karamell beginnen zu kleben.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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