Warum haben Eichhörnchen Pinselohren? Erklärung

Warum haben Eichhörnchen Pinselohren, Erklärung


Woher das Eichhörnchen seine Pinselohren hat, basiert letztendlich wohl in seiner Genetik, denn mit Hörnern haben die Pinselohren eigentlich nichts zu tun. Der Name „Pinselohren“ kommt daher, dass die Haare an der Ohren des Eichhörnchen aussehen wie ein Pinsel.

Woher kommt das Wort „Eichhörnchen“? Wortherkunft, Bedeutung

Der Name Eichhörnchen setzte sich aus zwei Sprachen zusammen. Einmal aus der Silbe „aig“, die im indogermanischen so viel wie „sich heftig bewegen“ bedeutet.

Die alt-/mittelhochdeutsche Sprache verwandelte diese Silbe in „eich“. Angehängt wurde schließlich die Endsilbe „orn“. Aus dem 11. Jahrhundert ist auch noch die Bezeichnung „eihhurno“ der althochdeutschen Sprache bekannt.

Als jedoch die ehemalige Bedeutung in Verlauf der Jahre in Vergessenheit geriet, orientierten sich die Menschen an den bereits bekannten Wörtern „Eiche“ und „Horn“. Auf diese Weise wurde der Name Eichhorn/Eichhörnchen immer weiter verbreitet. Regional werden allerdings auch weitere Namen für das flinke Tier verwendet wie beispielsweise Eichkater/Eichkätzchen.

Eichhörnchen: Leben

Eichhörnchen bevorzugen weder Eichen noch deren Früchte (Eicheln) für ihre Nahrung. Eichhörnchen sind echte Künstler, wenn es darum geht in schwindelerregender Höhe herumzuspringen und Nahrung aufzuspüren, die sie zum Teil aufbrechen müssen sowie ihr Revier zu verteidigen. Obwohl Eichhörnchen über enorm gute Sinnesorgane verfügen und einen muskulösen Körperbau besitzen, ist ihr Leben nicht leicht.

Dies beweist bereits die Tatsache, dass fast 80 Prozent aller Jungtiere im ersten Lebensjahr versterben. Ein Grund für dieses Drama scheint die oft halsbrecherische und kräftezehrende Fortbewegung rund um die Bäume zu sein. Den Boden berühren Eichhörnchen meistens nur für kurze Zeit. An und auf den Bäumen wie auch dem Erdboden nutzen die Tiere bestimmte Wege, die sich fast schon als Eichhörnchen-Straßen bezeichnen lassen. Dies wird besonders in der Paarungszeit deutlich, wenn sich Weibchen und Männchen abwechselnd oft für mehrere Stunden auf den gleichen Wegen spielerisch jagen.

Eichhörnchen: Bedeutung, Erklärung

Eichhörnchen sind Wildtiere, die bei Menschen große Sympathie hervorrufen. So haben Eichhörnchen sogar ein Kuscheltier-Image. In der Realität sollte sich jedoch jeder vor den scharfen Krallen der Tiere in Acht nehmen.

Wildtiere kommen Menschen nur selten so nahe, wie es mitunter Eichhörnchen wagen. Sie werden mitunter derart zutraulich, dass sie den Mut haben eine Nuss von der Menschenhand direkt abzuholen. Da Eichhörnchen ganzjährig aktiv sind, lässt sich dies besonders gut im Winter beobachten, wenn kaum Nahrung zu finden ist. In manchen städtischen Parks holen sich Eichhörnchen Nüsse manchmal sogar aus Jacken- und Umhängetaschen.

Zu damaliger Zeit, vor Jahrhunderten, wurden Eichhörnchen in vielen Gegenden gejagt, um aus ihrem feinen Fell Kleidung anzufertigen. Während der Jungsteinzeit stand Eichhörnchen auch oft auf der Speisekarte.

Die ökologische Bedeutung von Eichhörnchen

Heutzutage sind die Tiere schützenswert, da sie aufgrund ihrer Lebensweise auch eine ökologische Bedeutung haben. Ihre Nahrung besteht aus den unterschiedlichsten Arten Samen beziehungsweise Nüssen. Um für den Winter ausreichend Nahrung zu sammeln, vergraben Eichhörnchen diese in wahrer Unzahl. Dadurch tragen die Tiere erheblich zur Erholung beziehungsweise Verjüngung der hiesigen Wälder bei. Denn Eichhörnchen finden nicht immer ihre angelegten Samen-/Nussverstecke wieder, sodass dadurch indirekt zahlreiche Sträucher und Bäume verbreitet werden. Es bildet sich ein artenreicher Mischwald.

Dass sich Eichhörnchen, obwohl sie gefährdet sind, fast überall im Wald und in Parks unmittelbar beobachten lassen – sogar während des ganzen Jahres – macht die Tiere besonders für Kinder interessant. Eichhörnchen zählen, wie unter anderem Tauben, Gänse und Amseln zu den sogenannten „Kulturfolgern“. Hierbei handelt es sich um Tiere, die im Umfeld des Menschen ein angepasstes Leben führen können.

Hier finden Eichhörnchen günstige Lebensbedingungen, wie beispielsweise ein umfangreiches Nahrungsangebot. Natürliche Feinde wie Uhus müssen die kleinen Säugetiere zwar nicht fürchten, doch im urbanen Umfeld gibt es etliche Katzen. Denen machen Eichhörnchen zum Beispiel auch die Gelege aus Vogelnestern streitig. Diese Vorliebe passt allerdings nicht so gut zum Image eines putzigen Tieres.

Gegenspieler der Eichhörnchen

Bei den eurasischen Eichhörnchen (Sciurus vulgaris) handelt es sich um eine Art von 20 der Gattung Sciurus (Baumhörnchen) aus der Hörnchen Familie. Weltweit existieren ungefähr 270 unterschiedliche Eichhörnchen-Arten. Diese sind in Lebensweise und Körpergröße zum Teil sehr unterschiedlich.

Hiesige Eichhörnchen werden durchschnittlich circa 3 Jahre alt, selten über 6 Jahre. Sie ernähren sich hauptsächlich von Früchten und Samen/Nüssen. Gelegentlich auch von Insekten, Vogeleiern und anderen Kleintieren. Dazu kommen noch Knospen und Baumsäfte, Pilze, Rinden und Flechten.

Zu den außerordentlich gut entwickelten Sinnesorganen zählt ein hervorragender Seh-Sinn, sodass die Tiere Entfernungen exzellent abschätzen können (wichtig beim Wechsel der Bäume) sowie ein ausgeprägter Geruchs- und Tastsinn.

Hierzulande ist neben der anstrengenden Futtersuche auch ein Einwanderer Bedrohung für die hiesigen Eichhörnchen. Hierbei handelt es sich um das amerikanische, weitaus kräftigere und größere Grauhörnchen (Sciurus carolinensis). Diese Tiere wurden etwa Ende 19./Anfang 20. Jahrhundert in England ausgesetzt und haben sich inzwischen im ganzen europäischen Bereich ausgebreitet. Mancherorts wird das ansässige Eichhörnchen oft ganz verdrängt. Dies basiert darauf, dass Grauhörnchen einerseits ihre vergrabene Nahrung leichter wiederfinden, andererseits auch die Samenvorräte europäischer Eichhörnchen nutzen.

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