Was sind Lootboxen?

Was ist eine Lootbox?

Als Lootboxen werden virtuelle Kisten in Computer-, Konsolen- oder App-Spielen bezeichnet, die verschiedene zufällige virtuelle Gegenstände enthalten. Der Spieler erhält die Lootboxen kostenlos, kann diese finden oder erhält sie geschenkt. In vielen Spielen wird dem Spieler angeboten, weitere Lootboxen gegen echtes Geld zu kaufen.

Das Wort „Lootbox“ setzt sich aus dem englischen Substantiv für Beute „Loot“ und für Kiste „box“ zusammen. Eine Lootbox ist dementsprechend eine Beutekiste, mit unbestimmten Inhalt.

Sie können kosmetische Gegenstände beinhalten, die das Aussehen des Avatars des Spieler, seiner Rüstung oder Kleidung verändern. Sie können aber auch Gegenstände beinhalten, die den Spielverlauf zu Gunsten des Spielers beeinflußen. Dies können mehr Rohstoffe, bessere Waffen, stärke Rüstungen, mehr Energie oder Beschleunigung von Produktionsprozessen sein.

Warum „Lootboxen“ kritisiert werden:

  1. Lootboxen stehen in der Kritik Spieler zu verführen, Geld für Lootboxen auszugeben in der Hoffnung das gewünschte (seltene oder besondere) Gegenstände enthalten sind.
  2. Entwicklern wird vorgeworfen, dass Lootboxen Gegenstände enthalten, die durch den eigentlichen Spielverlauf nicht erworben werden können.
  3. Lootboxen werden kritisiert, weil sie dafür sorgen, dass ein eigentliches kostenloses Spiel durch kostenpflichtig erwerbbare Lootboxen zu einem teuren Spaß werden kann.
  4. Lootboxen wird ein Suchtpotential vorgeworfen, da es sich bei ihrer Mechanik, um Glücksspiel handeln soll. Laut Kritikern wecken Sie falsche Hoffnungen und motivieren Spieler weitere Lootboxen zu öffnen.

Reaktionen von Gesetzgebern

Deutschland

Im bayrischen Landtag brachten die Freien Wähler einen Antrag ein, um dass Mindestalter für ein Lootboxen-Spiel auf 18 Jahre heraufzusetzen. Der Antrag wurde abgelehnt, erhielt aber Zuspruch von der CSU und SPD.

Die USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) fordert, dass Eltern sich mit dem Thema auseinandersetzen und ihre Kinder darüber aufklären.

Belgien

Die belgische Glücksspiel-Kommission sieht in Lootboxen einen Verstoß gegen das Glücksspielgesetz und fordert ein EU-weites Verbot. Unter anderem begründet der belgische Justizminister Koen Geens seine Forderung damit, dass die Mischung aus dem Spielen eines Spiels und der Möglichkeit Glücksspiel zu betreiben gefährliche die psychische Gesundheit von jungen Menschen sei. Siehe: 1

Vereinigtes Königreich

Die britische Glücksspiel-Behörde (UK Gambling Commission) sprach sich dagegen aus, Lootboxen mit Glücksspiel gleichzusetzen und äußerte sich, dass sie nicht unter das britische Glücksspiel-Gesetz fallen.
Die Behörde begründet ihre Entscheidung damit, die gewonnen Preise nur im Spiel selbst eingesetzt werden können und keine Möglichkeit auf Auszahlung besteht. Siehe: 2

China

Der chinesische Kulturminister legte fest, dass Lootboxen reguliert werden sollen. Entwickler sollen genaue Informationen über die Lootboxen veröffentlichen. Diese Informationen sind unter anderem Name, Inhalt der Box, Besitzer, Menge der Gegenstände und Chancen auf bestimmten Gegenstände. Siehe: 3

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