Wofür / Wozu sind Zecken gut? Erklärung

Wofür, Wozu sind Zecken gut, Erklärung


Zecken sind nicht nur Überträger von Krankheiten, sie sind auch nützlich. Gerade durch die Weitergabe von Erregern sorgen sie dafür, dass Tierbestände sich nicht extrem vermehren. Indem Zecken diese Tiere als Wirt benutzen, übertragen sie Krankheitserreger, die den Tieren einen gesundheitlichen Schaden zufügen. Dies ist besonders wertvoll, wenn neue Tierarten aus dem Ausland sich in der heimischen Natur ausbreiten und den Lebensraum der hiesigen Arten streitig machen. Ihr Körper ist an die Krankheitserreger der Zecke nicht gewöhnt und fällt ihnen damit leicht zum Opfer.

Wofür / Wozu sind Zecken gut? Erklärung

Darüber hinaus beschleunigen Zecken die Evolution. Tiere, die gegenüber dem Parasiten widerstandsfähiger sind, können sich vermehren. Damit geben sie die positive Eigenschaft an ihre Nachkommen weiter. Die folgenden Generationen haben somit automatisch weniger gesundheitliche Störungen durch den Zeckenbefall. Von diesem positiven Effekt profitieren auch wir Menschen. Mit einem Zeckenbiss gelangen Viren und Bakterien in unseren Organismus, gegen die dieser ankämpfen muss. Damit wird unser Immunsystem in Alarm versetzt. Ohne eine regelmäßige Anregung des Immunsystems durch Gefahrenstoffe würde dieses in einen Ruhemodus verfallen. Ein aktives körpereigenes Abwehrsystem schützt uns somit vor anderen Krankheiten wie Allergien und Autoimmunkrankheiten wie Rheuma. Wird eine Zecke frühzeitig entdeckt und entsprechend entfernt, ist das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs gering, jedoch sollte der Zeckenbiss bei einem Menschen nicht vorsätzlich herbeigeführt werden. Daher sind nach einem Aufenthalt in der freien Natur Menschen und Haustiere von Zecken zu befreien. Zecken sind lediglich in der Natur nützlich. In der Natur schwächen die Zecken durch das Saugen von Blut ihren Wirt, dadurch kann seine Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst werden, indem Antikörper gebildet werden und er bei einem erneuten Befall resistent ist.

Zecken: Teil der Nahrungskette

Zecken sind Bestandteil der Nahrungskette. Wie Spinnen oder Würmer werden sie beispielsweise von Vögeln gefressen. Zum anderen dienen Zecken als Wirt. Häufig werden sie als Wirt sogar am Ende getötet. Einige Pilzarten umspinnen und durchdringen den Körper von Zecken. Mit ihren giftigen Fäden töten sie die Zecke. Auch Fadenwürmer dringen in Zecken ein und töten sie von innen heraus. Des Weiteren dient die Zecke als Nahrung für einige Wespenarten. Diese legen ihre Eier in den Zeckenlarven ab. Die Wespen ernähren sich dann von den Zeckeninnereien, was zum Ableben der Zecke führt.

Zecken sind faszinierende Tiere. Sie können bis zu über einem Jahren ohne Nahrung auskommen. Dies ist damit begründet, dass Zecken sich nicht aktiv auf Nahrungssuche begeben, sondern darauf warten, dass sich ein Tier als Opfer zum Blutsaugen nähert. Auf ihren Speiseplan stehen sowohl Säugetiere als auch Reptilien und Amphibien. Diese spüren sie durch das Hallersche Organ auf, welches in den Vorderbeinen sitzt. Mit diesem Chemorezeptor nehmen Zecken Kohlendioxid, Schweiß sowie Wärme wahr. Ebenso können Zecken mit dem Hallerschen Organ feinste Vibrationen spüren, die ihre potentiellen Opfer verursachen. Ist das Opfer identifiziert, lassen sich die Zecken von Grashalmen oder Sträucher auf sie fallen. Am Körper suchen sich die Zecken feuchtwarme Hautstellen, an denen sie das Blut saugen.

Des Weiteren sind Zecken gegenüber Umgebungseinflüssen sehr resistent. Zecken können 24 Stunden bei einer Kälte von – 12 Grad Celsius überleben, sodass sie auch im Winter auftreten. Ebenso kann Wasser den Achtbeinern nichts anhaben. Zecken können bis zu drei Wochen unter Wasser überleben. Das bedeutet, dass den Blutsauger auch ein Waschgang in der Maschine bei 40 Grad Celsius nicht beeindruckt.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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