Wie funktioniert Homeschooling? Erklärung, Bedeutung, Definition

Wie funktioniert Homeschooling, Erklärung, Bedeutung, Definition


„Homeschooling“ ist die englische Bezeichnung für Heimunterricht.

Hoomschooling ist in Deutschland eigentlich verboten.

Beim Homeschooling bzw. Heimunterricht sind die Eltern für die Teil-Schulausbildung ihrer Kinder verantwortlich. Es liegt in der Verantwortung der Eltern einen Arbeitsplatz und Stundenplan für das Kind einzurichten.

Was ist Homeschooling? Bedeutung, Definition, Erklärung

Ein Kind hat dann das Recht, nicht nur aus gesundheitlichen Gründen zu Hause zu lernen. In einigen Ländern ist es gar nicht so schwer das zu arrangieren. Unterricht, Pausen, Hausaufgaben, die strenge Stimme des Lehrers. Ohne all das sind Schuljahre kaum vorstellbar. Aber moderne Eltern entscheiden sich zunehmend für Outschooling oder Lernen außerhalb der Schulmauern. Es gibt keine offiziellen Statistiken zum Homeschooling. Das Kind kann die Schule ganztägig oder nur halbtags besuchen. Und außerhalb der Institution gibt es in manchen Ländern die Bildung als Form der Familienerziehung und Selbstbildung.

Wenn ein Kind eine Ausbildung in einer Organisation erhält – ob Vollzeit oder Teilzeit -, ist die Schule zusammen mit den Eltern für es verantwortlich. Und wenn die Option außerhalb der Institution gewählt wird, liegen alle Verpflichtungen nur bei der Familie.
Der Begriff Homeschooling umfasst alle Formen, in denen ein Kind zumindest einen Teil der Zeit außerhalb der Schule lernt.

Fernstudium

Das Kind geht nicht in die Einrichtung und arbeitet selbständig – mit Hilfe von Online-Ressourcen oder Privatlehrern. Darüber hinaus ist es als Schüler der Schule aufgeführt. Dies bedeutet, dass die Eltern den Lehrplan genau befolgen müssen. Sie können das auf der Grundlage der Bildungsstandards entwickelte Programm nicht ändern oder eine Klasse überspringen. Und die Lehrbücher, die von der Bibliothek bereitgestellt werden, sollten genutzt werden.

Die Zertifizierung erfolgt planmäßig, in der Schule oder per Fernzugriff. Einige Leute verwechseln Fernunterricht mit der Selbstbildung.
Im ersten Fall erhält das Kind selbst Wissen, und die Schule kontrolliert und führt es. Im zweiten Fall muss das Kind vieles selbst machen. Dies ist nur möglich, wenn der Schüler schwer krank oder körperlich nicht in der Lage ist, am Unterricht teilzunehmen.

Teilzeitausbildung

Das Kind kommt nur zu einem Teil des Unterrichts, nach Wahl der Eltern. Den Rest der Zeit lernt es zu Hause. Für den Schüler wird ein individueller Lehrplan erstellt, dabei darf er beispielsweise drei Tage die Woche zur Schule gehen oder nur bei einem bestimmten Fach anwesend sein. Die Zertifizierung muss im Unterricht mit anderen Kindern erfolgen.
Wenn ein Kind schwer krank ist, können die Lehrer es manchmal selbst besuchen. Diese Option wird als Heimunterricht bezeichnet, wird jedoch selten praktiziert und nicht als separate Bildungsform betrachtet.

Die Familienerziehung

Die Familie bringt das Kind nicht zur Schule und unterrichtet es alleine.
Eltern wählen das Programm. Sie entscheiden unabhängig darüber, welche Lehrmittel und Online-Ressourcen das Kind benutzen soll. Sie können es in einem Bildungszentrum oder in einer alternativen Schule (Montessori, Waldorf usw.) einschreiben oder Tutoren einstellen. Die Zertifizierung kann persönlich, in der Schule oder per Fernzugriff erfolgen. Unschooling kann als eine Art Familienerziehung angesehen werden. In dieser Form der Erziehung ist das Kind nicht an die Schule gebunden und folgt nicht dem Programm, auch nicht von den Eltern. Das Kind liest Bücher, die für es interessant sind, studiert die Welt um sich herum und beschäftigt sich mit Kreativität.

In einigen Ländern werden bei der Wahl dieser Form höchstwahrscheinlich Schwierigkeiten auftreten.

In der Praxis könnten die Vormundschaftsbehörden jedoch an Familien interessiert sein, die ihre Kinder nicht zur Schule geschickt haben. Darüber hinaus ist es für solche Schüler schwierig, die Abschlusszertifizierung zu bestehen.

Homeschooling: Die Selbstbildung

Das Kind lernt selbst, ohne die Teilnahme der Schule oder der Eltern. Für wen ist das Homeschooling geeignet? Es kann viele Gründe geben, sich für die Heimschule zu entscheiden. Hier sind einige davon: Der Schüler kann nicht nachkommen, das Programm ist zu schwer oder es ist im Gegenteil zu leicht.

Das Kind hat vielleicht große Schwierigkeiten, mit Gleichaltrigen zu kommunizieren. Oder es ist nur ein schüchterner Schüler, der es viel bequemer hat, alleine zu lernen.


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Das Kind hat Mobbing erlebt und will nicht mehr zur Schule gehen. Es ist professionell an Sport oder Kreativität engagiert.

Der Schüler lebt dort, wo es keine Schulen gibt. Die Familie reist viel und bleibt nicht lange an einem Ort. Die Eltern haben ihre eigene Vorstellung davon, wie und was das Kind lernen soll. Und es stimmt nicht mit der Position der Schule überein.

Hoomschooling: Wer sollte besser nicht zu Hause unterrichten?

Homeschooling kann wie eine Idylle erscheinen. In Wirklichkeit ist dieses Format jedoch nicht für jeden geeignet. Hier sind einige Gründe, dies zu unterlassen:

Das Kind braucht tägliche Kommunikation mit Gleichaltrigen, es langweilt sich zu Hause. Es toleriert keine Isolation. Der Schüler ist sehr unorganisiert und ohne ständige strenge Kontrolle entspannt er sich schnell und weigert sich, etwas zu tun. Beide Elternteile arbeiten viel, sie haben keine Zeit, mit dem Kind zu lernen – schließlich müssen sie mit der Familienerziehung alle Funktionen eines Lehrers übernehmen. Es sei denn, sie sind natürlich bereit, eine große Summe für alternative Schulen oder Privatstunden zu zahlen. Der Familie fehlen die Kraft, Geduld und Lehrfähigkeiten, um den Bildungsprozess zu Hause aufzubauen.

Eltern haben finanzielle Schwierigkeiten. Heimunterricht ist teurer als Schulunterricht, insbesondere wenn es um Familienerziehung geht. Das Kind hat nicht die richtigen Bedingungen, um außerhalb der Schule zu lernen. Zum Beispiel ein kleiner Wohnraum, viele Brüder und Schwestern unterschiedlichen Alters, es ist laut und unruhig zu Hause.

In einigen Ländern geht man so vor:

Die Eltern informieren die Schulverwaltung. Es ist notwendig, einen Antrag zu stellen, wenn das Kind auf eine Teilzeitausbildung umsteigt. Es ist besser, dies vor Beginn des Schuljahres zu tun – damit der Direktor Zeit hat, sich vorzubereiten, Änderungen vorzunehmen und das Bildungsministerium über die Entscheidung zu informieren. Fernstudenten sind leider nicht überall willkommen. Für die Einrichtung bedeutet dies zusätzliche Schwierigkeiten, denn wenn der Schüler die Zertifizierung nicht besteht, werden die Lehrer und der Direktor verantwortlich gemacht.

Homeschooling: Situation in Deutschland, EU und USA

In einigen Staaten ist Homeschooling erlaubt. Zum Beispiel in Amerika. Es war jedoch nicht immer so. Homeschooling wurde dort erst seit 1993 legal, sogar in allen Bundesstaaten.

In Deutschland sieht es damit ganz anders aus – Homeschooling ist hier seit 1919 verboten.

In der Europäischen Union zählt Deutschland zu den wenigen Ländern, in denen eine Schulpflicht existiert und nicht nur die allgemeine Bildungspflicht. Die Kinder müssen hier unbedingt in eine Schule gehen.

Die Vollzeitschulpflicht gehört zur Ländersache. Sie dauert neun oder zehn Jahre. Danach spricht man in Deutschland noch von einer Berufsschulpflicht, die meistens bis zu dem 18. Lebensjahr folgt.

Die Eltern (oder Kinder) dürfen gegen die Schulpflicht nicht verstoßen. Homeschooling ist auf keinen Fall in Deutschland praktizierbar. Wer eine Schulverweigerung begeht, muss natürlich mit bestimmten Konsequenzen rechnen. Kommt es doch zu dem Verstoß gegen die Schulpflicht, ist die Angelegenheit als ordnungswidrig anzusehen und der Schuldige muss Bußgeld zahlen. Aber so manche Bundesländer (z.B. Saarland, Hamburg, Hessen) reagieren in solchen Fällen mit einer strafrechtlichen Verfolgung. Es werden Freiheitsstrafen verhängt, die bis zu sechs Monaten dauern.

Einschränkung für die freie Entwicklung befürchtet

Nicht alle Eltern in Deutschland sind mit der Schulpflicht zufrieden. Sie möchten sich von dem Einfluss des Staates befreien, weil eine Einschränkung für die freie Entwicklung befürchtet wird. Außerdem sind sie der Meinung, dass das Kind schon bald seine Freude am Lernen verliert.
Es gibt noch viele andere Punkte, warum die Eltern in Deutschland auch gerne Homeschooling praktiziert hätten. Oft sind es religiöse, ethische oder pädagogische Gründe. Die Kritiker des Heimunterrichts haben aber ihre Argumente. Sie sind der Ansicht, dass durch das Homeschooling eine Parallelgesellschaft entsteht. Die Kinder bekommen keine Chance, mit Gleichaltrigen zu diskutieren, mit Andersdenkenden die Meinung auszutauschen.


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