Was ist #MeTwo? Bedeutung und Definition des Hashtags erklärt

Unter dem Hashtag #MeTwo schildern Menschen mit Migrationshintergrund auf Twitter diskriminierende und rassistische Erfahrungen und Erlebnissen in Deutschland.

Wie entstand #MeTwo?

Ali Can hat nach der Debatte um Mesut Özil den Hashtag #MeTwo ins Leben gerufen und dazu aufgefordert, dass Menschen ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus auf Twitter teilen. Ziel dieser Aktion ist eine gesellschaftliche Debatte, aus dem sich eine Wertedabette um Minderheiten und ihre Diskriminierung entwickeln soll.

Mit dem Hashtag #MeTwo solidarisieren sich viele mit Mesut Özil, der bei seinem Rücktritt aus der deutshcen Nationalmannschaft den Rassismus in Deutschland beklagte.

Wer ist Ali Can?

Ali Can ist Journalist und Autor, sowie Gründer des Vereins „Interkultureller Frieden e.V.“ Er gibt Workshops zu kultureller Vielfalt.

Ali Can wurde am 31. Oktober 1993 in Pazarcik in der Türkei geboren. Seine Eltern beschlossen 1995 die Türkei wegen Benachteiligungen und Diskriminierungen zuverlassen, da sie kurdische Aleviten waren. Sie ersuchten Deutschland um Asyl.

Große Aufmerksamkeit erlangte er 2016 durch sein Projekt „Hotline für besorgte Bürger“. Sinn des Projektes war es, dass sich Menschen mit Ali Can über ihre Sorgen, Erfahrungen und Ängste wegen Flüchtlingen und Asylbewerbern in Deutschland austauschen konnten. Diese Gespräche nam er Idee für das gleichnamige Buch „Hotline für besorgte Bürger: Antworten vom Asylbewerber Ihres Vertrauens“ – Du findest es auf Amazon hier* (Externer Provisionslink zu Amazon)

Was bedeutet #MeTwo?

#MeTwo erinnert stark an #MeToo. Während #MeToo bedeutet „Ich auch“, bedeutet „#MeTwo“ „Ich zwei“. Damit ist gemeint, dass Menschen mit Migrationshintergrund sich mit Deutschland und der Kultur ihres Heimatlandes verbunden fühlen, also das zwei Herzen in ihrer Brust schlagen.

#MeTwo – Beispiele für Diskriminierungen:

Inhalt von #MeTwo sind Berichte über Anfeindungen, verbale Entgleisungen, Vorurteile und teils erlebte Gewalt über die Menschen mit Migrationshintergrund auf Twitter berichten. Dies kann sein:

  • Polizeikontrolle
  • Lob für gute Deutschkennntnisse
  • Lob für gute Integration
  • Feststellen, dass Ausländer höflich und freundlich sein können
  • Fragen nach dem Kopftuch (Warum es getragen wird, warum nicht)
  • Fragen nach der Position zu ISIS / islamitischen Terror
  • Fragen nach der Position zu Erdogan
  • Fragen danach, wo jemand „wirklich“ herkommt
  • Erwähnen von Klischees
  • Witze und Klischees über Nachnamen und Nationalitäten
  • Ablehnung von Wohnungsanfragen wegen einem ausländischen Namen
  • Weitere Berichte

Zurück zur vorherigen Seite

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.