Was bedeutet „spätpubertierend“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was bedeutet spätpubertierend, Bedeutung, Definition, Erklärung


Die Pubertät ist für viele Erwachsene, aber auch Jugendliche eine herausfordernde Zeit. Sie gilt als sehr belastend, geht aber nach einigen Jahren wieder vorbei. Doch gibt es gewisse Eigenwilligkeiten, die sich erst später zeigen. Dieses Verhalten wird dann als spätpubertär bezeichnet.

Was bedeutet „Pupertät“ / „pubertierend“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Normalerweise lösen sich Kinder in der Pubertät von den Eltern. Sie versuchen selbstständiger zu werden, haben ihren eigenen Willen und ihre eigene Meinung. Manch guter Rat der Eltern wird gekonnt ignoriert. Man versucht, sich selbst zu finden, was einem gefällt und was nicht. Pubertierende Jugendliche wechseln ihr äußeres Erscheinungsbild häufig wöchentlich, um herauszufinden, was zu ihnen selbst am besten passt.

Spricht man vom spätpubertären Handeln, so meint man damit ein provokantes Verhalten, um Grenzen auszutesten oder vielmehr um sie absichtlich zu überschreiten. Meist können Außenstehende diese Allüre nicht nachvollziehen. Spätpubertäre versuchen häufig, durch Lügen eine unangenehme Situation nicht zugeben zu müssen. Des Weiteren schlagen sich Stimmungsschwankungen auf den Gemütszustand der spätpubertären Person aus. Wutausbrüche oder extreme Schüchternheit spiegeln so die emotionale Schwankung wieder. Spätpubertierende werden kindisch und unvernünftig.

Treten diese Anzeichen im Alter von 13 oder 14 Jahren auf, wird es als herkömmliche Pubertät bezeichnet. Zeigt sich dieses Verhaltensweise auch mit fortschreitendem Lebensalter oder spät nach dem 18. Geburtstag, so spricht man von spätpubertärem Benehmen.

Was bedeutet „spätpubertierend“? Bedeutung, Definition, Erklärung

Häufig kommt es zu spätpubertärem Benehmen, wenn die betroffene Person, ihre Rolle in der Gesellschaft besser gesagt auch im privaten Leben nicht gefunden hat. Meist haben Spätpubertäre den Eindruck, noch zu sehr unter den Fittichen der Eltern zu stehen und versuchen, sich abzulösen. Dieses Verhalten kann jedoch auch während einer Partnerschaft auftreten, in der sich die betroffene Person vom Partner bevormundet fühlt.

Oft spielen hier aber ebenfalls eigene Unsicherheiten eine große Rolle. Dies kommt vor allem vor, wenn nach der Ausbildung der Übergang in den Beruf nicht so klappt wie gewollt oder die erste ernsthafte Beziehung scheitert.

Früherkennung kann Schizophrenie verhindern.

Diese Krankheit bricht zwischen dem 17. und dem 30. Lebensjahr aus und ist äußerst ernst zu nehmend. Veränderungen können schon bis zu sechs Jahre im Voraus bemerkt werden. Zu den Symptomen zählen Angststörungen, Geräuschempfindlichkeit, plötzliches Verändern der Sprechweise und Panikattacken. Dies wird fälschlicherweise oftmals als spätpubertäres Auftreten abgetan.

Aktuelle Studien belegen, dass die Krankheit – wenn sie früh genug erkannt wird – verzögert oder vollkommen verhindert werden kann. Hierfür gibt es in Deutschland zahlreiche Früherkennungszentren. Es ist wichtig, die Frühsymptome immer im Blick zu haben. Besonders gefährdet gelten Personen, welche einen nahen Verwandten mit psychischen Störungen in der Familie haben sowie Drogenabhängige. Die Frühsymptome können durch neuropsychologische Testungen erkannt werden. Zudem kann auch oft ein Seminar für Angststörungen besucht werden.

Spätpubertäre Erwachsene

Im Erwachsenenalter kommt es häufig auch noch zu spätpubertärem Verhalten. Dies zeigt sich vor allem im gesellschaftlichen Bereich. Jeder versucht, besser als der andere zu sein. Sehr leicht gerät man hier in einen Teufelskreis. Eigentlich kompensiert man mit diesem Verhalten nur Entbehrungen in der Kindheit. Hier sollte man versuchen, herauszufinden, was der wahre Grund für die materiellen Anhäufungen ist. Dies gelingt gut mit geführten Meditationen oder dem Besuch von Seminaren. Es ist wichtig, kindliche Verletzungen aufzuarbeiten, um mit beiden Beinen im Erwachsenenleben zu stehen.

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