Die wahre Bedeutung der Namen deutscher Bundesländer

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Deutsche Bundesländer haben alle ihre Namen. Doch was bedeuten diese in Wirklichkeit bzw. in Wahrheit? Die Etymologie gibt hier Antworten, denn sie ist die Wissenschaft, die die Gestalt, Bedeutung und Herkunft von Wörtern untersucht. Schauen wir was die Namen unserer Bundesländer wirklich bedeuten:

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  • Baden-Württemberg – Bäder und starke Burgen
  • Bayern – Männer aus Böhmen
  • Berlin – Sumpf (geht auf das slawische „berl“ zurück)
  • Brandenburg – Wald des Branim
  • Bremen – Stadt am Rand (einer Düne)
  • Hamburg – Platz in einer Flussbiegung
  • Hessen – Land der Hutleute
  • Mecklenburg-Vorpommern – Grosse Burg im Land vor dem Meer
  • Niedersachsen – Niederschwertkämpfer
  • Nordrhein-Westfalen – Nordfluss-Westfelden
  • Rheinland-Pfalz – Stromland-Palast
  • Saarland – Flussland
  • Sachsen – Schwertkämpfer
  • Sachsen-Anhalt Schwertkämpfer-Abgeneigt
  • Schleswig-Holstein Markt-Waldbewohner
  • Thüringen – Die Kühnen
Einige Anmerkungen zu den Übersetzungen:

Das Wort „Bayern“ geht auf die Bajuwaren zurück. Bajuwaren ist eine Übersetzung des „baio-wariōz“. Der Wortteil „Baio“ steht hierbei für das Land Böhmen. Hier siedelte das keltische Volk der Boier. Der Wortteil „Wariōz“ geht auf „war“ zurück, was Mann bedeutet. Somit wird Bayern zum Land der Männer aus Böhmen.

Berlin leitet sich aus der serbischen Silbe „berl“ ab. Diese bedeutet Sumpf.

Der Name „Bremen“ leitet sich aus dem alten sächischen Wort „bremo“ ab, was Rand oder Fransen bedeutet. Bremen liegt am Rand, genauer gesagt auf einer langen Düne am Weserufer. Das Wort „verbrämen“ stammt übrigens vom Wort „bremo“ ab. Es bedeutet „umranden“ bzw. „etwas verzieren“.

Schleswig-Holstein setzt sich aus mehren Wortteilen zusammen. „Schlei“ bedeutet Bucht. „Wig“ bedeutet Markt bzw. Handelsplatz. Somit wird Schleswig zum Markt an der Bucht. Holstein geht auf das lateinische Wort „Holcetae“ zurück, was Männer aus dem Wald bedeutet.

Das Wort „Rhein“ geht auf die lateinischen Wörter für „fließen“ und „Fluss“ zurück: rinah und rivus. Demnach bedeutet „Rhein“ einfach nur Fluss.

Das Wort „Sachsen“ entstammt dem germanischen „sahs“, was das Wort für ein Schwert war.

Das Wort „Burg“ steht nicht automatisch für eine Festung, Burg oder ein Schloss. Da es in der Zeit, wo die Namen entstanden – 0 vor Chr. und weiter davor – wenig bis keine Burgen gab, sollte das Wort „Burg“ mit sicherem und gefestigtem Platz übersetzt werden.

Bedeutung des Wortes „Deutschland“

Das Beste kommt noch, denn die Bedeutung des Wortes „Deutschland“ soll auch geklärt werden.

Deutschland bedeutet „Land, in dem deutsch gesprochen wird.“ Womit jeder zum Deutschen wird der Deutsch spricht.

Worauf geht dies zurück?

Im vierten Jahrhundert entwickelt der Bischof Wulfila bei einer Bibelübersetzung einen Gegenbegriff zum Wort „jüdisch“: þiudisko. „þiudisko“ ist eine gotische Übersetzung aus dem griechischen und bedeutet „Zum Heidenvolk gehörig“.

Bevor das Wort „deutsch“ existierte, wurde für die Deutschen, der Name „theodiscus“ verwendet. Theodiscus leitet sich vom lateinischen „Theoda“ ab, was Volk bedeutet. Es wurde also immer über die Deutschen als Volk geredet. Der älteste Beleg datiert die Nennung auf das 768. In einem Päpstlichen Beschluss wird festgelegt, dass Konzilbeschlüsse in „tam latine quam theodisce“ (auf Latein wie auch in der Volkssprache) mitgeteilt werden sollen.

Zwischen dem 10 und 11 Jahrhundert taucht das Wort „Deutsch“ in einer frühen Form das erste mal auf. Hier wird von den „Diutschi man“ geredet, wenn über die Deutschen geredet wird.

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