Wann sollte man Vater werden? Vorteile und Nachteile verschiedener Alter und Zeitpunkte

Wann sollte man Vater werden, Vorteile und Nachteile verschiedener Alter und Zeitpunkte


Der richtige Zeitpunkt, um Vater zu werden, ist für jeden Mann je nach Lebenssituation und persönlicher Entwicklung unterschiedlich. Ein Kind ist kostspielig und erfordert nicht nur ein geregeltes Einkommen, sondern auch die geistige Reife, sich schwierigen Situationen stellen zu können.

Doch unabhängig davon, ob überhaupt die richtige Partnerin da ist und in welchen Verhältnissen der Mann steht, hat die Vaterschaft in jedem Lebensabschnitt ähnliche Vor- und auch Nachteile. Je jünger ein Mann ist, wenn er Vater wird, desto eher kann er sich noch in die Realität seines Kindes hineinversetzen, da es bei ihm selbst noch nicht so lange her ist. Ein älterer Vater hingegen hat Lebenserfahrung und vermutlich auch gesicherte Verhältnisse zu bieten.

Vater werden: Biologie und der Zeitpunkt

Bei Frauen gilt, dass sie ab dem 40. Lebensjahr und manchmal sogar schon davor Schwierigkeiten haben können, überhaupt schwanger zu werden. Ihr idealer Zeitpunkt liegt in den 20er-Lebensjahren. Hinzu kommen körperliche Komponenten, die für ältere Mütter schwierig werden können.

Bei Männern ist das ganz anders. Ein Mann kann theoretisch in jedem Alter noch Vater werden, selbst wenn er bereits Enkelkinder hat. Er bleibt ein Leben lang zeugungsfähig. Sofern keine schweren Erkrankungen vorliegen, ist auch nicht davon auszugehen, dass ein älterer Vater dem Kind genetisch ungünstige Komponenten mitgeben könnte. Bei Frauen beispielsweise wird ab dem 35. Lebensjahr eine zusätzliche Untersuchung angeboten, um ab jetzt häufiger werdenden Erbkrankheiten beim ungeborenen Kind auszuschließen. Selbst, wenn ein Mann sehr spät Vater wird, muss das für die Gesundheit des Kindes nichts Schlechtes bedeuten.

Junge Väter: Vorteile und Nachteile

Als junger Vater liegt die eigene Kindheit noch gar nicht so lange zurück. Das ist ein großer Vorteil, denn so kann sich der Mann in die Lebensrealität seines Kindes viel besser einfinden. Kindergarten, Schule und die Herausforderungen eines heranwachsenden Jungen sind ihm selbst noch präsent. Zudem sind junge Väter auch noch körperlich fit und können mit ihren Söhnen und Töchtern aktiv spielen. Gerade in einer Beziehung zwischen Vater und Sohn bereichert dieser große Vorteil das Miteinander.

Allerdings stehen junge Männer manchmal selbst noch nicht mit beiden Beinen im Leben. Viele Frauen behaupten gerne, dass Männer im Kopf ein paar Jahre jünger sind als auf dem Personalausweis, was natürlich nicht immer der Wirklichkeit entspricht. Dennoch stimmt es, dass junge Männer noch an ihrer Karriere arbeiten, vielleicht sogar noch mitten im Studium stecken und zunächst noch ein paar Jahre arbeiten oder mit ihrer Partnerin etwas erleben wollen, bevor sie geistig reif genug für eigene Kinder sind. Kinder sind eine große Verantwortung und es kann ein Nachteil sein, die eigenen jungen Jahre damit zu verbringen, schon früh diese Verantwortung zu übernehmen.

Schlimmstenfalls haben junge Väter später im Leben das Gefühl, alles verpasst zu haben, und müssen das dann auf Kosten der Partnerschaft und Familie nachholen. Ein Vorteil wiederum kann es sein, dass auch die eigenen Eltern eines jungen Vaters noch leben und oft auch noch körperlich fit sind. Das bedeutet, dass sie sich über den Enkel freuen und auch gerne mal einspringen, wenn eine Kinderbetreuung oder auch einfach nur eine Auszeit vom Kind notwendig ist.

Väter im mittleren Alter: Vorteile und Nachteile

Ein optimales Alter für eigene Kinder ist das mittlere Lebensalter. Zwischen dem 30. und dem 40. Lebensjahr und manchmal auch darüber hinaus sind viele Männer beruflich gefestigt, haben ihre Erfahrungen gemacht und leben in einer festen Partnerschaft, in der sie sich Kinder vorstellen können. Wenn bei Männern ein Kinderwunsch entsteht, dann ergibt er sich häufig in diesem Jahrzehnt ihres Lebens. Körperlich sind sie noch lange fit, finanziell können sie einem Kind etwas bieten und ihm auch ihre Lebenserfahrung mit auf den Weg geben. Wenn die Kinder dann aus dem Haus sind, haben sie immer noch viele schöne Jahre mit der Partnerin, auf die sie sich freuen können. Diese guten Aussichten verleiten viele Männer dazu, bewusst mit eigenen Kindern zu warten.

Alte Väter: Vorteile und Nachteile

Anders als Frauen können Männer auch noch im Alter Vater werden. Körperlich spricht nichts dagegen, allerdings hat es viele Nachteile, ab einem gewissen Alter noch Kinder zu bekommen. Zwischen Vater und Kind liegen nun doch einige Lebensjahre, die die beiden geistig voneinander trennen und es erschweren können, eine Beziehung zur Nanda aufzubauen. Das schlimmste Szenario wäre, dass ein sehr alter Vater sogar verstirbt, bevor seine Kinder die Schule oder das Studium abgeschlossen haben, sodass er wichtige Ereignisse in ihrem Leben verpasst.

Vater werden: Der wichtigste Faktor: Geistige Reife

Anders als bei einer Frau steht beim Mann weniger die Frage nach dem richtigen Alter im Raum, sondern eher die nach der geistigen Reife, wenn es um das Thema Kinderwunsch geht. Das sprichwörtliche Ticken der biologischen Uhr kennen die meisten Männer nicht. Das nimmt viel Spannung heraus, denn so können sie sich voll darauf fokussieren, ob sie sich wirklich reif genug für ein eigenes Kind fühlen. Ein Mann, der sich am liebsten noch jedes Wochenende auf ein paar Flaschen Bier mit seinen Freunden trifft, ist wahrscheinlich eher noch nicht bereit für ein Kind. Es würde sich zu vieles verändern, womit er im Endeffekt nicht glücklich wäre.

Ist er hingegen bereit, diesen Lebensstil zu verändern, wenn ein Kind kommt, oder war er schon immer eher ein väterlicher Typ, dann spricht nichts dagegen, ein Kind zu bekommen und die Vorteile einer frühen Vaterschaft zu genießen.

Vater werden: Berufliche und finanzielle Absicherung

Ebenfalls wichtiger als das Alter ist die berufliche und damit die finanzielle Absicherung der Familie. Häufig kommt dem Vater die Rolle des Versorgers zu, auch wenn es zunehmend Partnerschaften gibt, in denen die Frau schneller wieder arbeiten geht und der Vater mit dem Kind zu Hause bleibt. Derjenige, der in den ersten Monaten und Jahren das Geld verdient, sollte in der Karriere gefestigt sein und ausreichend verdienen, um die Familie ernähren zu können. Wenn gerade beide noch im Studium sind, Praktika absolvieren oder gerade ihre erste Stelle haben, dann ist der Zeitpunkt noch nicht optimal. Es geht zwar, wenn beide das wirklich wollen, ist aber auch nicht ganz einfach. Von Vorteil ist es auch, wenn derjenige, der mit dem Kind zu Hause bleibt, beruflich so gefestigt ist, dass er oder sie leicht wieder in den Beruf einsteigen kann, wenn die Elternzeit vorbei ist. Mit einigen Jahren Berufserfahrung ist auch das einfacher als für einen Berufseinsteiger.


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Autor: Pierre von BedeutungOnline

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