Absolutadjektive: Liste, Alle, Übersicht, Beispiele, Bedeutung, Definition


Als Absolutadjektive werden Adjektive bezeichnet, die keinen Superlativ haben und nicht gesteigert werden können. Absolutadjektive zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine absolute Eigenschaft verleihen, die nicht gesteigert werden kann. Entweder etwas hat diese Eigenschaft oder es hat sie nicht.

Das bekannteste Absolutadjektiv ist wohl „einzig“. Dieses wird fälschlicherweise oft zu „einzigste“ gesteigert, was grammatikalisch und logisch falsch ist. Mehr über „Einzigste und einzig“ erfährst du hier.

Nachfolgend findest du eine Übersicht bekannter Absolutadjektive. Danach folgt eine Erläuterung.

Absolutadjektive: Liste, Übersicht

  • absolut
  • blind
  • eckig / dreieckig / viereckig / fünfeckig /  x-eckig
  • endgültig
  • entscheidend
  • einzig
  • extrem
  • falsch
  • fertig
  • ganz
  • gleich
  • hauptsächlich
  • ideal
  • lauwarm
  • lebendig
  • leer
  • maximal
  • minimal
  • mündlich
  • optimal
  • richtig
  • schwanger
  • sterblich
  • täglich / wöchentlich / monatlich
  • tot
  • total
  • unnahbar
  • voll
  • vollkommen

Adjektive, die auf „-los“ enden und damit für die Abwesenheit von etwas stehen, gehören auch zu Absolutadjektiven. Es gibt sehr viele auf „-los“ endenden Adjektive: arbeitslos, kinderlos, heimatlos, iddenlos, parteilos, partnerlos, wohnungslos (Beispiel: Jemand ist kinderlos oder nicht.)

Auf für Adjektive wie „englisch“, „russisch“ oder „deutsch“ gilt, dass diese aus logischer und grammatikalischer Perspektive nicht steigerbar sind. Entweder eine Sprache oder ein Wort ist englisch oder es nicht englisch. Gleiches gilt für alle anderen Sprachen.

Warum Absolutadjektive gesteigert werden

Steigerungen von Absolutadjektiven finden meist als Stilmittel statt, um eine Aussage und ihre Bedeutung zu betonen und zu verstärken. Dies findet sich so bei Dichtern, Journalisten und in der Werbung. Diese Steigerung wird dann „Hyperlativ“ genannt.

In der Umgangssprache kommen Steigerungen von Absolutadjektiven wiederholt vor. Auch hier dienen sie als Stilmittel, um eine Aussage zu verstärken.

Absolutadjektive in der Umgangsprache als Stilmittel

Die Absolutadjektive sind aus logischer und grammtikalischer Sicht nicht steigerbar.

Ein Mensch ist tot. Er ist nicht am totesten. Jedoch wird in der Umgangssprache im übertragenen Sinne als Übertreibung unter anderem gesagt: „Dieses Dorf ist toter als der Friedhof.“ (Damit wird gesagt, dass wenig bis kein Leben in dem Dorf herrscht.)

Ein Mensch ist lebendig, aber nicht am lebendigsten. Er lebt oder er lebt nicht.

Ein Mensch ist blind. Er kann nicht am blindesten sein. Blindheit ist nicht steigerbar.

Eine Frau kann schwanger sein. Sie kann aber nicht am schwangersten sein.

Ein Viereck kann nicht am viereckigsten sein.


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Etwas das minimal ist, kann – aus logischer Perspektive – nicht am minimalsten sein. Gleiches gilt für maximal. Entweder etwas hat sein Maximum erreicht oder eben nicht.

Eine Aufgabe ist fertig, sie ist aber nicht am fertigsten.

Eine Aufgabe ist falsch oder richtig. Sie kann aber nicht am „richtigsten“ oder „falschsten“ sein.

Wer „kinderlos“ ist, kann nicht am „kinderlosten“ sein. Dies gilt für alle Kinderlosen. Sie sind im gleichen Maße kinderlos, denn sie haben keine Kinder.

Das Wort „optimal“ wird oft zu „optimalste“ gesteigert. Dies ist falsch. Eine Lösung ist optimal oder eben nicht optimal. Denn „optimal“ bedeutet schon bestmöglich.

Etwas ist „extrem“, kann aber nicht „extremst“ sein. „Extrem“ bedeutet nämlich, dass jemand oder etwas an seine äußerste Grenze gegangen ist. Darüber hinaus gibt es keine Steigerung.

Auch für das Wort „täglich“ gilt, dass es nicht steigerbar ist. Etwas ist „täglich“, aber nie „am täglichsten“.

Etwas ist „vollkommen“, aber nicht am vollkommensten. „Vollkommen zu sein“ bedeutet doch, dass etwas fehlerfrei, makel-und mangelfrei ist.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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