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Hier findest du Worte, die in der Kategorie Witze gelistet sind.

Was ist Gag-Tourette? – Bedeutung und Definition erklärt

„Gag-Tourette“ ist eine Umschreibung dafür, dass jemands teils sehr schlechte und schwache Witze erzählt oder Gags macht, ohne Rücksicht auf sich selbst oder andere zu nehmen. Er handelt damit zum eigenen Schaden.

Auch beinhaltet der Ausdruck „Gag-Tourette“ eine gewisse Willkürlichkeit der Sprüche und legt den Eindruck nahe, dass die Person die unter Gag-Tourette leidet, die (schlechten) Witze nicht steuern kann, sondern sie einfach aus der Person herauskommen.

Gag-Tourette wird auch „Spruch-Tourette“ genannt.

Mark Foster und Gag-Tourette

Mark Foster hat in der Sendung The Voice of Germany am 02. November 2017 einen so schlechten Witz gemacht, dass ihm die Redaktion zu schrieb, dass er unter „Gag-Tourette“ leide.

Er sagte zur Performance eines Künstlers „So eine Mischung aus Justin Bieber und Honecker.“ Der Künstler entschied sich daraufhin gegen eine Zusammenarbeit mit Mark Foster. Siehe: Link

Was steckt hinter dem Wort „Gag-Tourette“?

Das Wort „Gag-Tourette“ setzt sich aus den Worten „Gag“ und „Tourette“ zusammen. Das englische Wort „gag“ bedeutet auf deutsch in diesem Zusammenhang: „Witz“. „Gag“ kann aber auch „Knebel“ oder „Einfall“ bedeuten.

Tourette ist eine Krankheit bei welcher Betroffene unter unwillkürlichen Tics, Bewegungen, Laut- und Sprachäußerungen leiden. Die Bewegungen können Zucken, Zuckungen, Husten, Handbewegungen, Hände klatschen, Gesten und auch das Bewegen der Arme sein. Tourette ist in der Allgemeinheit dafür bekannt, dass Betroffene unwillkürlich Schimpfworte sagen, herumschreien und sehr laut sind. Sie schreien obszöne Dinge, äußern sich aggressiv und geben viele Laute von sich.

Je nach schwere des Tourettes können Betroffene auch unter komplexen Tics leiden, so unter anderem: Springen, in die Hocke gehen, Dinge wegwerfen, Grimassen schneiden, den Körper verdrehen oder sich sogar selbst verletzen.

Die Tics unter denen Betroffene leiden, wiederholen sich in unregelmäßigen Abständen. In einer Stresssituation wie z.B. in der Öffentlichkeit kann es sein, dass die Tics stärker werden.

Der Ausdruck „Gag-Tourette“ bezeichnet damit auf scherzhafte Art- und Weise, dass jemand Witze erzählt und keine Kontrolle oder wenig Selbstkontrolle über den Inhalt dieser Witze hat.

Mückentötolin

„Mückentötolin“ ist ein Sketch von Rolf Herricht und Hans-Joachim Preil.

Inhalt des Sketch „Mückentötolin“

Im Sketch stellt Rolf Herricht Hans-Joachim Preil sein neues Mittel gegen Mücken vor, genannt Mückentötolin.

Rolf Herricht ist im Sketch auf dem Weg zum Patentamt, um seine Erfindung anzumelden. Hans-Joachim Preil ist daran interessiert, um weche Erfindung es sich handelt und hält Preil auf. Dieser steht ihm nun Rede und Antwort

Herricht beschreibt die genaue Anwendung seines Mückentötolins: Die Mücke muss zunächst langsam gefangen werden. Anschließend wird sie zwischen Daumen und Zeigefinger der linken Hand gehalten. Per Spritze wird der Mücke das Mückentötolin injeziert. Daraufhin wird der Mücke schlecht, ihre Zunge wird blau und sie verdreht die Augen. Nach wenigen Minuten ist sie dann verschieden.

Preil ist verwundert über diese Methode und erfragt Details: Wo wird die Spritze injeziert? Wie wird die Spritze injeziert?

Der Sketch endet damit, dass Herricht auflöst, um welches Gift es sich in der Spritze handelt: Wodka.

Weiteres

Wann der Sketch „Mückentötolin“ veröffentlicht oder das erste Mal aufgeführt wurde, ist nicht bekannt. Jüngste Aufnahmen von Herricht und Preil, wie sie den Sketch spielen, stammen aus den Jahren 1957/1958.

Zum Sketch „Mückentötölin“ gehört ein zweiter Sketch. Dieser heißt „Erste Hilfe“. Herricht trägt zu Beginn des Sketches eine Sanitätertasche. Im Gespräch unterhalten sich Herricht und Preil darüber, dass man als Autofahrer immer eine Sanitätertasche dabei haben muss und das jeder Autofahrer auch einen Erste Hilfe Kurs absolvieren muss.

„Mückentötolin. Die schönsten Sketche des legendären Komikerduos Preil & Herricht Broschiert – 1995“ ist ein Buch von Hans-Joachim Preil.

Über Herricht & Preil

Rolf Herricht wurde 1927 in Magdeburg geboren und starb 1981 in Berlin. Hans-Joachim Preil wurde 1923 in Köslin geboren und starb 1999 in Berlin. Die beiden trafen sich das erste Mal 1951 in Bernburg und führten im Jahr 1953 ihren ersten gemeinsamen Sketch „Die Schachpartie“ auf. Bis Herrichts Tod im Jahr 1981 führten die beiden gemeinsam Sketche auf, die Preil schrieb. Nach dem Tod von Herricht lehnte es Hans-Joachim Preil ab, einen Ersatz für Herricht zu suchen und weiter aufzutreten.

Die beiden teilten ihre Rollen auf. Herricht spielte den naiven und gutgläubigen Bauernschlauen. Preil spielte einen oberklugen und besserwissenden Schlaumeier. Im Gespräch verstand Herricht jedoch selten, was Preil genau sagen wollte und zog falsche Schlüsse aus Preils Worten.

Ihre ersten auf Schallplatte eingespielten Sketche erschienen 1964. Die Schallplatte hieß: „Schachmatt/Der Schauspieler“.

Heutige Kabarettisten und Komiker spielen die Sketche von Herricht und Preil nach, so unter anderem die Schauspieler Wolfgang-David Sebastian und Enrico Scheffler, die in der Grünen Zitadelle in Magdeburg auftreten.

Auch: Mückentötulin

Nobody kehrs

Bedeutung: Durch den Gleichklang zum englischen Satz „Nobody cares“ („Niemanden interessierts“ oder „Niemand kümmerts“) entstandener Witz, wenn Laub (oder anderes) auf den Gehwegen liegt und niemand es wegkehrt bzw. entfernt.

„Nobody kehrs“ ist ein sogenannter Flachwitz, der durch eine Vermischung von deutscher und englischer Sprache entsteht.

Wie „Nobody kehrs“ wirkt

Das englische Wort „cares“ klingt wie das deutsche Verb „kehrs“, also „kehren“.

Wobei der Witz auf zwei Ebenen gleichzeitig wirkt: Niemand kehrt das Laub weg und es scheint, auch niemanden zu kümmern oder zu stören. Hier kann die Doppeldeutigkeit vom Wort „kehren“ den Witz noch verstärken. „Kehren“ bedeutet: „etwas entfernen / wegmachen“ und „sich um etwas kümmern“. Das WOrt „kehren“ ist seit dem 8. Jahrhundert in der deutschen Sprache belegt.

Die Reaktion auf „Nobody kehrs“ lautet „Someone kehrs“.

Anmerkung: In der englischen Sprache ist das Wort für „kehren“ im Sinne davon, dass etwas weggemacht wird, gesagt: „to sweep“. Wenn sich jemand „um andere kümmert“, so wird in der englische Sprache gesagt: „To care“.

Verbreitung von „Nobody kehrs“

Seit 2015 verbreitet sich der Witz „Nobody kehrs“ in der deutschen Sprache stark. Im Novemeber 2015 gingen bei Google.de sehr viele Nachfragen nach „nobody kehrs“ ein. Im November 2016 wiederholte sich dies und im Novemeber 2017 wiederholte sich dies erneut.

Die Suchanfragen nach „Nobody kehrs“ hängen mit der Jahreszeit Herbst zusammen und dem Umstand, dass die Bäume ihre Blätter verlieren und diese als Laub auf den Gehwegen liegen. Dadurch entsteht ein Eindruck, dass sich niemand um das Laub kümmert. Die Redaktion von BedeutungOnline vermutet, dass Ordnungsliebenden Menschen dies als erstes auffällt, wenn etwas die Ordnung der Öffentlichkeit stört.

Übrigens: laut „Google Trends“ wird „nobody kehrs“ am meisten in Sachsen gesucht. Der Grund ist hier unklar.

Auf Amazon werden mit „Nobody kehrs“ bedruckte Tassen und Poster verkauft.

10 Englische Begriffe wortwörtlich übersetzt

Kennst du das Heckenschwein oder isst du manchmal Pizza mit Pinienapfel? Wir übersetzten Worte der englischen Sprache wortwörtlich. Was dabei heraus kam, ist zum Schreien. Wir zeigen es dir hier:

Ananas = Pinienapfel

Das englische Wort für Ananas ist „Pineapple“. Das Wort „pine“ kann mit „Kiefer“ oder „Pinie“ übersetzt werden. Die Übersetzung des Wortes Apple ist eindeutig: Apfel. Somit wird Pineapple zum Pinien- oder Kieferapfel.

Dies könnte entstanden sein, durch die optische Ähnlichkeit von Kienäpfeln und der Ananas.

Glühwürmchen = Blitzwanze und Feuerfliege

Die wortwörtlichen Übersetzungen von „Lightning Bug“ und „Firefly“ machen die kleinen Tierchen größer als sie sind. „Lightning“ kann direkt mit „Blitz“ übersetzt und „Bug“ bedeutet Käfer, Insekt oder Wanze. Die Firefly schießt kein Feuer, hat es aber trotzdem im Namen.

Igel = Heckenschwein

Igel werden in Groß Brittanien und der USA Hedgehog genannt. „Hedge“ ist das englische Wort für „Hecke“ und „hog“ ist die Bezeichnung für ein Schwein. Aus dem deutschen Igel wird somit im englischen das Heckenschwein.

Kennst du „Schall das Heckenschwein“? Wir haben hier „Sonic the Hedgehog“ wortwörtlich übersetzt. 😉

Kleine Libelle = Fräuleinfliege

Kleine Libellen werden in der englischen Sprache als Fräuleinfliegen (Damselfly) bezeichnet. „Damsel“ ist das englische Wort für Jungfer oder Fräulein.

Große Libelle = Drachenfliege

Große Libellen tragen in der englischen Sprache den Namen „Drachenfliege“ oder im englischen Original: Dragonfly.

Während in der englischen Sprache zwischen kleinen und großen Libellen unterschieden wird – was in der deutschen Sprache in der Regel nicht stattfindet – ist die englische Sprache nachlässig und nennt Libellen einfach „Fliegen“.

Marienkäfer = Damenkäfer

Im englischen heißt der Marienkäfer Ladybug und kann damit frei als Damen-Käfer bezeichnet werden.

Der Begriff „Ladybug“ soll durch Bauern entstanden sein, die beobachteten das die Marienkäfer Schädlinge auf ihren Pflanzen fraßen. Sie nannten die Marienkäfer „The Beetles of our Lady“. Dies verkürzte sich zu „Lady Beetles“ und daraus bildete sich der Singular Ladybug.

Den roten Flügeln schrieben die Farmer zu, dass sie der Umhang der Jungfrau Maria sein. Die schwarzen Punkte repräsentieren ihre Freuden und Sorgen.

Auch im Deutschen hat der Marienkäfer viele Namen. Du findest sie alle hier.

Qualle = Marmeladenfisch

Im englischen wird der Begriff „Jellyfish“ als Bezeichnung für Quallen verwendet. „Jelly“ ist die gängige Bezeichnung für Gelee oder Marmelade. Die Qualle ist somit der Gelee- oder Marmeladenfisch. Was beide gemeinsam haben: Ihre Konsistenz.

Schmetterling = Butterfliege

Bei dieser Übersetzung ist der englische Begriff „Butterfly“ näher an der wahren Bedeutung des Wortes Schmetterling dran, als gedacht.

Die Butterfliege (Butter + Fly) tauchte im Mittelalter beim Butter-machen auf. Dieser Vorgang wurde „schmetten“ genannt und das Endergebnis – die Butter und der Rahm – wurden als „Schmett“ bezeichnet. Die Schmetterlinge tauchten übrigens auf, weil der Rahm sie anzog und ihnen wurde nachgesagt, dass sie sich auch an diesem bedienten.

Truthahn = Türkei

Die Türkei wird im englischen schlichtweg als „Turkey“ bezeichnet bzw. übersetzt. Dies führt oft zu Verwirrungen, denn mit einem Truthahn hat die Türkei wenig zu tun. Doch dies kann noch gesteigert werden: „Truthahn“ heißt auf türkisch „Hindi“. „Hindi“ ist im deutschen der Name der Amtssprache Indiens.

Die Verwechselung von Truthahn und Türkei entstand ab dem 15. Jahrhundert. Die Osmanen verkauften aus Afrika stammende Perlhühner nach Europa. Diese wurde als „Turkey Cock“ (Türkenhühner) oder „Turkey fowl“ (Türkengeflügel) bezeichnet. Daraus bildete sich die Abkürzung „Turkey“.

Als die Europäer dann in der neuen Welt landeten, sahen sie Truthähne und dachten, dass diese die gleichen Vögel sind, wie die Osmanen sie ihnen verkaufen: nämlich Perlhühner. Aus diesem Grund nannten sie die Truthähne „Truthähne“.

Die Osmanen nannten die Truthähne nicht „Turkey“, sondern „Hindi“. „Hindi“ sollte deutlich machen, dass der Vogel aus Indien stamme. Die Franzosen übernahmen dies und nannten Truthähne „poulet d’Inde“ (Hühner aus Indien). Mittlerweile wird der Truthahn auf französisch als „dinde“ bezeichnet.

Übrigens: Das deutsche Wort „Truthahn“ ist eine Lautmalerei. Hier wurden die Geräusche der Truthühner einfach übernommen.

Grapefruit = Traubenfrucht

„Grape“ ist der englische Begriff für Traube oder Weintraube. „Fruit“ bedeutet einfach „Frucht“. Somit ist die Grapefruit nicht nur die Traubenfrucht, sondern auch die Weintraubenfrucht – was die Weintraube mit einer Grapefruit zu tun hat, muss erst einmal erklärt werden.