Wer ist Le Chiffre? Was bedeutet Le Chiffre? Erklärung, Definition, Bedeutung

Wer ist Le Chiffre, Was bedeutet Le Chiffre, Erklärung, Definition, Bedeutung


James Bond musste sich bereits in 25 Filmen zahlreichen Widersachern entgegenstellen. Während der Name des Agenten wohl jedem ein Begriff ist, egal ob man ein Fan von Spionagefilmen ist oder nicht, sind einige der Bond-Bösewichte weniger bekannt. Dazu zählt vor allem Le Chiffre, der erst in einem der Filme auftreten durfte. Als Supergenie macht er nicht nur am Pokertisch eine gute Figur, sondern ist auch ein gefährlicher Gegner von 007. Wir sehen uns seine Rolle genauer an und ergründen dazu, was sein Name eigentlich bedeutet!

Casino Royale: Bühne frei für Daniel Craig

Als 2006 der Film Casino Royale in den internationalen Kinos anlief, war der Film aus verschiedenen Gründen eine Besonderheit. Zum einen war es das Debüt des neuen Bond-Darstellers Daniel Craig, zum anderen wurde der Bösewicht Le Chiffre vorgestellt. In viele Filmen der Bond-Reihe werden immer wieder bekannte Gesichter als Superschurken eingeführt, darunter Ernst Stavro Blofeld und Mr. White, die in verschiedenen Teilen wie Spectre (2015) oder Keine Zeit zu Sterben (2021) eine Rolle bekommen haben. Le Chiffre fällt damit aus der Rolle und zählt aus diesem Grund zu einem der unbekannteren, aber gleichzeitig besonders gefährlichen Bösewichte.

Le Chiffre: Ein Händchen für Zahlen und Karten

Der Begriff „Le Chiffre“ kommt aus dem Französischen und bedeutet nichts anderes als „die Nummer“. Das ist eine simple Anspielung an das Zahlentalent des Superschurken. Le Chiffres bürgerlicher Name ist hingegen nicht bekannt. Sein Können zeigt der Bösewicht auf verschiedene Weisen. Zum einen ist er ein Privatbankier für verschiedene Gruppierungen, die Böses im Schilde führen, zum anderen zeigt er seine Talente auch bei den Pokerkarten. Sein Kampf gegen Bond findet nicht nur physisch statt, sondern auch am Spieltisch. Das nervenaufreibende Kartenduell hat Casino Royale (2006) zu einem der besten Filme für Pokerfans gemacht, und reiht sich damit in eine Liste mit anderen Streifen wie dem Klassiker A Big Hand for the Little Lady (1966) und die Biographie Molly’s Game (2017). Die Pokerszene in Casino Royale wurde zwar oftmals dafür kritisiert, nicht besonders realistisch zu wirken, aber sind wir einmal ehrlich – Action-Filme sollen das auch gar nicht sein!

Die Geschichte von Le Chiffre

Wer Casino Royale noch nicht gesehen hat, sollte nun aufpassen, denn die Biographie von Le Chiffre beinhaltet natürlich auch einige Spoiler. Wer nicht wissen möchte, wie es um den Superschurken heute steht, kann also diesen Teil überspringen. Le Chiffre wird im Film als Bankier eingeführt, der mit anderen Kriminellen Geschäfte macht und deren Geld in Aktien investiert. Während er seinen Kunden versichert, dass ihr Geld keinem Risiko ausgesetzt wird und jederzeit zur Verfügung steht, versucht er hinter ihrem Rücken zu spekulieren und verliert bei einem gescheiterten Coup eine riesige Summe Geld, die einem Freiheitskämpfer in Uganda gehört hat. Um sich aus seiner Misere zu retten, muss Le Chiffre das Geld zurückgewinnen und findet daher seinen Weg in ein Casino in Montenegro.

Zweikampf zwischen Bond und Le Chiffre

Am Pokertisch möchte das Zahlengenie die Karten zählen und seine Gegenüber mit seinem Talent besiegen. Allerdings wird bei dem High-Stakes-Turnier auch James Bond vom MI6 eingeschleust und geht Kopf an Kopf mit dem Superschurken. Der MI6 erhofft sich davon, Le Chiffre in eine Zwangslange zu bringen und zur Kooperation zu zwingen. Allerdings durchschaut der Bankier schnell, dass es sich bei seinem Gegenüber um James Bond handelt und erkennt außerdem dessen Auffassungsgabe beim Poker. Er schafft es durch einen gekonnten Bluff den ersten Pot für sich zu gewinnen. Das Pokerspiel geht aufregend weiter, denn Bond hat seine Niederlage dazu genutzt, um die Bluff-Merkmale von Le Chiffre zu enttarnen. Zwischen der nächsten Runde wird der Bankier mit seinem Kunden konfrontiert, der sein Geld wütend einfordert. Mit jedem Spiel wird die Stimmung hitziger und nach einem gescheiterten Vergiftungsversuch von Bond, schafft es der Agent das Spiel zu gewinnen. Nun geht der Kampf jedoch auf der Straße weiter. Ein spannendes Hin und Her darf dabei natürlich nicht fehlen und bis zum Schluss ist nicht klar, ob 007 den gefährlichen Bösewicht zur Strecke bringen kann. Aber wie zu erwarten, kann sich Bond aus jeder noch so brenzligen Situation befreien und am Ende als Held hervorgehen. Für Le Chiffre geht die Geschichte allerdings nicht so gut aus, denn er wird von Mr. White zur Strecke gebracht. Dies erklärt auch, warum Le Chiffre nach seinem Debüt kein weiteres Mal in einem Bond-Film auftaucht.

Le Chiffre zählt bis heute als einer der beliebtesten Superschurken der Bond-Geschichte. Die Verkörperung durch Schauspieler Mads Mikkelsen ist hervorragend gelungen, weshalb er sicherlich einer der unheimlichsten Bösewichte der Filmreihe geworden ist.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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