Was ist das Drachengame? Bedeutung, Definition, Erklärung

Was ist das Drachengame, Bedeutung, Definition, Erklärung


Als Drachengame werden die erfolgreichen und erfolglosen gezielten analogen und digitale Versuche des Mobbings, Provozierens und Nachstellens des YouTubers Drachenlord (Rainer Winkler) bezeichnet.

Was ist das Drachengame? Bedeutung, Definition, Erklärung

Das Drachengame findet in der Hoffnung statt, dass der YouTuber Drachenlord seine Beherrschung verliert und emotional wird, worüber sich Drachengamende eben lustig machen und an seinem Elend ergötzen (wollen). Beim Drachengame werden Reaktionen wie Rumbrüllen, Drohungen, Wutausbrüche oder bedrohen gewünscht.

Am Drachengame-Teilnehmende werden in der Regel als „Haider“ bezeichnet.

Das Drachengame findet aber auch in der Hoffnung statt, dass der YouTuber Drachenlord eine strafbare und/oder justiziable Handlung begeht. Dies wurde von einigen Personen als Anlass für eine Strafanzeige genutzt. In diesen besonderen Fällen hat das Drachengame das Ziel dem YouTuber Drachenlord (Rainer Winkler) explizit zu schaden.

Die Gamer des Drachengames (Haider) dokumentieren ihre Taten und die Reaktionen des Drachenlords meist auf Video und veröffentlichen diese Aufzeichnungen im Internet. Dies dient zum einen zum Angeben und zum anderen dem Sammeln von Klicks und Aufrufen, es führt aber auch dazu das andere inspiriert werden ebenfalls das Drachengame zu spielen.

Das Drachengame heißt „Drachengame“, da es sich vom Namen des YouTubers „Drachenlord“ ableitet. Der Ausdruck „Game“ bedeutet zwar auf deutsch „Spiel“, aber was beim Drachengame passiert, ist für Rainer Winkler schon lange kein Spaß mehr. Daher kann der Ausdruck „Game“ so verstanden werden, dass das Mobbing und Provozieren Rainer Winklers einigen (unausgesprochenen) Regeln folgt.

Siehe auch: Was bedeutet „etzala“?

Über das Drachengame

Beim Drachengame heißt es einer gegen viele. Von den vielen werden geringe oder kleine Handlungen begangen wie z.B. vor dem Haus des Drachenlords herumlungern, Musik hören und etwas trinken. Diese Taten sind einzeln aushaltbar, werden aber in der Masse und Häufigkeit für den Drachenlord und das Dorf, in dem er wohnt, unerträglich.

Beim Drachengame zeigt sich die ganze Asymetrie: Die Haider können kleine Taten begehen, die so geringfügig sind, dass sie nicht verfolgt werden. Der Drachenlord begeht wiederholt Taten, wodurch eine gewisse Schwere entsteht, welche dann justiziabel wird.

Beim Drachengame wird der Drachenlord auch meistens gefilmt. Er wird angesprochen und provoziert. Wie schon beschrieben, wollen Filmende eine emotionale Reaktion von ihm, um sich über ihn lustig zu machen. Drachenlord aka Rainer Winkler steht hier immer wieder im Mittelpunkt.

Das Drachengame ist Ausdruck einer Anti-Fan-Szene. Es hat sogar 2018 sogar zum „Schanzenfest“ geführt, einer Art losen Versammlung vor Rainer Winklers Haus. Dieses Schanzenfest musste die Polizei unterbinden. (Die Versammlung wurde „Schanzenfest“ genannt, da Drachengamer das Zuhauses des Drachenlords als „Drachenschanze“ bezeichnen.)

Rainer Winkler hat auch für die Verbreitung des Begriffs „etzala“ gesorgt.

Wie kann das Drachengame beendet werden?

Nur ein Akteuer der beiden Akteure kann das Drachengame beenden. Die Drachengame-Teilnehmenden könnten aufhören Drachenlord zu besuchen. Dass das passiert, ist aber praktisch unmöglich – allein schon, weil diese heterogene Gruppe so vielfältig ist und Drachengame-Teilnehmende alle unabhängig von einander agieren.


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Rainer Winkler kann das Drachengame beenden. Dafür muss aber gefragt werden, was wollen Drachengame-Teilnehmende? Sie wollen eine emotionale Reaktion von Rainer Winkler, welche sie auch auf Video dokumentieren und im Internet veröffentlichen. Wenn Rainer Winkler aufhören würde, mit Drachengame-Teilnehmenden zu interagieren und ihnen zu geben, was sie wollen, kann das Drachengame beendet werden. Der Drachenlord müsste sich dafür weit zu zurückziehen, so weit, dass ein unmittelbarer Kontakt zu Drachengame-Teilnehmenden nicht mehr möglich ist. Dann wird das Drachengame nämlich langweilig, weil die Reaktion des Protagonisten und Opfers fehlt.

Weiterhin müsste Drachenlord aufhören Videos über sich und sein Leben im Internet zu veröffentlichen. Denn dieses Videos erinnern Drachengame-Teilnehmenden daran, dass es den Dachenlord gibt und sie bieten eine ständige Angriffsfläche für Cyber-Mobbing.

Zusammengefasst: Will der Drachenlord das Drachengame beenden, so muss er seine Angriffsfläche auf praktisch Null reduzieren. Das bedeutet keine weiteren Videos mehr veröffentlichen und kein Kontakt mehr zu Leuten, die vor seinem Haus stehen und nach ihm rufen.

Doch eins muss gesagt sein: Der Drachenlord profitiert von seiner Anti-Fan-Szene, denn dieses bringen Klicks und Klicks bringen Geld. (Werbeeinnahmen) Rainer Winkler müsste sich also von dieser Einnahmequelle auch lösen, wenn er sich von den Drachengame-Teilnehmenden befreien will.

Die Haftstrafte, die gegen Rainer Winkler im Oktober 2021, verhängt wurde, ist eine Art Rückzug und Video-Veröffentlichungsverbot. Denn wenn Rainer Winkler in Haft sitzt, ist er fern der Öffentlichung und kann auch keine weiteren Videos veröffentlichen. Das sollte etwas Ruhe in das Drachengame bringen.

Autor: Pierre von BedeutungOnline

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