Was bedeutet „Medizyniker“? Bedeutung, Definition


„Medizyniker“ ist ein Kofferwort aus „Mediziner“ und „Zyniker“.

Der Ausdruck „Medizyniker“ unterstellt Ärzten zynisch bzw. Zyniker zu sein. Damit ist gemeint, dass Ärzte teils gefühllos, spöttisch, boshaft und verletzend in ihrem Verhalten und ihren Empfehlungen sein sollen. Außerdem ist mit dem „Medizyniker“ gemeint, dass Ärzte mehr an der Gewinnmaximierung als an der Heilung von Patienten interessiert sein sollen.

Diesen zynischen Ärtzen wird nachgesagt, dass sie ihren Idealismus verloren und sich den Regeln des Systems ergeben haben. Gerade damit ist gemeint, dass zu viel Bürokratie, Rationalisierung und Privatisierung des Gesundheitssystem dazu führen, dass Ärzte ihren Beruf, der eigentlich der Heilung von Menschen gewidmet ist, nicht in voller Gänze ausführen, sondern sich Maximen wie Effizienzsteigerung und Gewinnmaximierung unterwerfen (müssen).

Mit „Medizyniker“ ist auch gemeint, dass selbstständige Ärzte versuchen ihre Umsätze durch unnötige Untersuchungen, teure Apparate oder überflüssige Operationen zu steigern. Hierbei wird den Ärzten unterstellt, dass sie die Behandlung auf ihre Abrechenbarkeit bei Patienten oder der Krankenkasse optimieren.

Auch wird mit „Medizyniker“ Ärzten unterstellt, dass sie nicht mehr an der Heilung der Patienten interessiert sind, sondern daran ihren Gewinn zu steigern. Belege dafür sollen Verbindungen und die enge Zusammenarbeit mit der Pharma-Industrie, sowie das gezielte Verschreiben deren Produkte sein.

Der Ausdruck „Medizyniker“ wird teils auch verwendet, wenn Ärzten Reduktionismus vorgeworfen wird. Damit ist gemeint, dass sie anstatt Menschen zu behandeln, nur noch deren Organe sehen und behandeln. Das heißt andere Faktoren werden außer Acht gelassen, sondern es nur das Organ behandelt oder die Krankheit durch Operation oder anderes „entfernt“.

Die lateinische Wortform des Medizynikers ist „Medizynicus“.

Weitere Bedeutung von Medizyniker

„SaniTäter, MediZyniker und andere Krankmacher“ ist eine Cartoon-Reihe von Wilfried Läpke. In seinen Cartoons befasst er sich mit Ärtzen, Patienten und der Medizin im Allgemeinen sowie Speziellen.

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