Twitter: Neue Qualitätsfilter – Was bedeutet das rote Kreuz im Namen und der Hashtag #QFD?


Mit dem roten Kreuz im Namen wollen einige Twitter-Nutzer auf die neuen Twitter-Regeln und Qualitätsfilter für „gesunde Kommunikation“ aufmerksam machen und dagegen protestieren. Diese Regeln und Qualitätsfilter nehmen Einfluss auf die Sichtbarkeit von Tweets von auffälligen Accounts und reduzieren die Sichtbarkeit.

Das rote Kreuz soll ein Gegenentwurf zum Blauen Haken sein, dass die Identität von Twitter-Nutzern bestätigt.

Was sind die neuen Twitter-Regeln und Qualitätsfilter?

Twitter verrät auf seiner Homepage, welche Faktoren dafür sorgen können, dass Tweets ihre Sichtbarkeit verlieren:

  • E-Mail-Adresse des Accounts ist nicht bestätigt
  • E-Mail-Adresse wird mehrfach auf Twitter verwendet
  • In den Tweets eines Twitter-Accounts werden wiederholt andere Twitter-Accounts erwähnt, die diesem Account nicht folgen
  • Verhalten, dass Schlüsse auf eine koordinate Attacke zulässt
  • Verbindung zu Twitter-Accounts die die Regeln verletzen

Explizit sollen die neuen Qualitätsfilter gegen Trolle vorgehen, die Gespräche und das Erlebnis auf Twitter beeinträchtigen.

Weitere Faktoren die dafür sorgen können, dass ein Tweet seine Reichweite verliert, sind:

  • Wie oft wurde der Tweet gemeldet?
  • Wie häufig wurde der Nutzer gemeldet?
  • Wie oft wurde der Tweet blockiert?
  • Wie oft wurde der Nutzer blockiert?

Mit den neuen Qualitätsfiltern will Twitter gegen die Störung der „gesunden Kommunikation“ vorgehen. Wir haben „gesunde Kommunikation“ von „Serving healthy conversation“ übersetzt. (Als „Healthy conversation“ wird bei Twitter das Ziel dieser Qualitätsfilter bezeichnet.) Explizit ist damit die Reduzierung der Sichtbarkeit von Tweets gemeint, die die öffentliche Kommunikation auf Twitter negativ beeinflussen, verzerren und beeinträchtigen.

Tweets die durch die neuen Qualitätsfilter an Sichtbarkeit verlieren, werden nicht mehr direkt angezeigt, sondern nur noch, wenn Nutzer auf „Weitere Tweets anzeigen“ klicken.

Laut Twitter sind die neuen Filter schon erfolgreich implementiert. Diesen Erfolg misst Twitter daran, dass Missbrauchsmeldungen in der Kategorie Konversation um acht Prozent zurückgingen. Von dem Qualitätsfilter sollen laut Twitter knapp 1 Prozent der Nutzer betroffen sein.

Beispiel:

Wenn ein Twitter-Nutzer mehrere andere User in einem Tweet erwähnt und ein Großteil dieser User den Absender blockiert haben, so ist dies ein Signal an den Qualitätsfilter. Dieser könnte dann anschlagen und die Sichtbarkeit des Tweets einschränken.

Warum das rote Kreuz und das #QFD auf Twitter?

Mit dem roten Kreuz protestieren Kritiker auf Twitter gegen diese Neuerung. Sie vermuten hinter dem Qualitätsfilter Zensurfilter, die dafür sorgen, dass politisch unliebsame Meinungen oder widersprechende Meinungen unterdrückt werden.

Mit Hashtag #QFD wird auch dagegen protestiert. QFD bedeutet: „Qualitätsfilterdiskriminierung“ oder auf englisch: „Quality Filter Discrimination“. (Einige Nutzer vermuten, dass sie durch diese Filter ihre Sichtbarkeit verlieren werden.)

Vorwurf: Qualitätsfilter manipulierbar (?)

Die Kritiker vermuten, dass durch gezieltes Melden ihrer Tweets die Sichtbarkeit ihrer Nachrichten eingeschränkt wird. Auch ist das massenhafte Blockieren von bestimmten Twitter-Accounts ein Signal dass die Qualitätsfilter aufnehmen. Dies kann zu einer Einschränkung der Sichtbarkeit führen.

Kritiker der Kritiker der neuen Qualitätsfilter nennen das rote Kreuz auch „Deppenkreuz“.

Prüfe, ob du vom Filter betroffen bist:

Auf shadowban.eu kannst du prüfen, ob du vom Quality Filter betroffen bist: Externer Link zu Shadowban.eu: hier.

Shadowban.eu überprüft (d)einen Twitter-Account auf folgendes:

  • Ob ein Search Ban vorliegt.
  • Ob ein Conventional Shadowban vorliegt.
  • Ob ein Referenz-Tweet empfangen werden kann.
  • Ob ein Referenz-Tweet mit oder ohne Quality Filter gefunden wird.

Mehr über das Konzept des Shadow-Bans erklären wir hier.

Zurück zur vorherigen Seite

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.