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Wörterbuch zum Ramadan – Bedeutung des Fastenmonats

Der Ramadan ist der Fastenmonat für Muslime. Er ist der neunte Monat im islamischen Kalender. In diesem Monat wurde den Muslimen der Koran herabgesandt.

Zwischen Sonnenaufgang und bis zum Sonnenuntergang verzichten Muslime auf Essen und auf Trinken(Wasser). Außerdem verzichten sie auch auf weitere Tätigkeiten: Alkohol, Rauchen, Süßes und Geschlechtsverkehr. Jeder Muslim, der in vollem Besitz seiner geistigen Kräfte, volljährig und körperlich dazu im Stande ist, ist laut Koran, zum Ramadan verpflichtet. Wer aufgrund einer Krankheit oder hohen Alters nicht Fasten kann, soll eine Fastenersatzleistung – Fidya(h) genannt – bringen.

Ramadan heißt auf deutsch: „heißer Monat“. (Arabisch: رمضان) Das Wort Ramadan leitet sich vom Verb „ramida“ (arabisch: رَمِضَ‎ ). Ramida bedeutet „sehr heiß sein“. Ramadan kann demnach „fasten“ oder „verbrennen“ bedeuten. Damit wird darauf angespielt, dass das Fasten Sünden verbrennt.

Der Ramadan wird mit dem „Fest des Fastenbrechens“ direkt nach Ende des Fastenmonats veendet. Das „Fest des Fastenbrechens“ heißt auf arabisch „id al-fitr“ oder auf türkisch: „Ramazan bayramı“. („bayramı“ bedeutet auf deutsch: Feiertag bzw. Feiertage.)

Ramadan hat folgende Synonyme: Ramazan, Ramzan, Ramadhan, Ramathan

Gruß zum Ramadan

Einheimische, die zum Ramadan fasten, können mit folgenden Grüßen begrüßt werden:

  • Ramadan Kareem/Karim (bedeutet sinngemäß auf deutsch: „Habt einen großzügigen/reichlichen Ramadan“)
  • Ramadan Mubarak (bedeutet sinngemäß auf deutsch: „Froher Ramadan“)

Wenn der Ramadan vorbei ist, wird in der Regel gesagt: „Alles Gute zum Bayram!“

Essen und Fasten

Das Mahl während die Sonne dämmert heißt: Sahur. (Synonyme: Sahūr, Suhūr, Suhoor)

Die erste Mahlzeit nach Sonnenuntergang heißt: Iftar. (Das arabische „ifṭār“ heißt auf deutsch: Fastenbrechen)

Fasten heißt auf arabisch: saum/sawm.

Fasten als Enthaltung heißt auf arabisch: imsak.

Allgemeine Regeln

Durch den Ramadan erhoffen sich Muslime, dass sich ihre Gläubigkeit erhöht und mit Spiritualität belohnt werden. Diese wird auch „thawab“ genannt.

Das Nachtgebet heißt: Tarawih (arabisch: تراويح)

In der Zeit des Ramadan sollen Muslime Wohltätig sein. Hierfür kennen sie das „Zakat“ – es bezeichnet das Geben von Almosen und wird im Islam wie eine Art Pflicht oder Steuer behandelt. Außerdem kennen sie „Sadaqah“ – als Sadaqah werden freiwillige Geschenke oder Arbeiten für die Wohltätigkeit bezeichnet. Sadaqah bedeutet als Akt: Etwas selbstlos geben ohne etwas zurückzufordern oder eine Belohnung zu erwarten.

Was bedeutet „Mashallah“?

„Mashallah“ ist ein arabischer Ausruf, der sinngemäß auf deutsch „Wie Gott wollte“, „Was Gott wollte“ oder „Wie es Gott beliebte“ bedeutet. Exakt übersetzt bedeutet „Mashallah“: „Was Allah wollte, ist eingetreten“. Sinngemäß kann Mashallah als Aussage „Gott wollte es so“ verstanden werden.

In diesem Sinne kann der Ausruf „Mashallah“ auch sinngemäß mit „großartig“ übersetzt werden.

„Mashallah“ wird in der Regel verwendet, um Dank, Anerkennung und Freude für eine Person oder ein Ereignis auszudrücken – sowie, wenn etwas Gutes passiert ist. Es wird auch gesagt, um sich selbst oder andere vor Neid und Missgunst zuschützen. Unter anderem wird geglaubt, dass Allah die Person dann schützt.

Zu Neugeborenen wird in der Regel oft „Mashallah“ gesagt.

„Mashallah“ bezieht sich auf die Vergangenheit, während „Inshallah“ sich auf die Zukunft bezieht.

Arabische Schreibweise: ما شاء الله (Mā schā’a llāh)

Beispiel:

A: Dein Haus ist toll geworden. Masha Allah!
B: Jazak Allahu khayran!

Weitere Schreibweisen:

  • mā šāʾa llāh
  • mā shāʾa llāh
  • Masha’Allah
  • Maschallah
  • maşallah
  • Masha Allah!

Auf arabisch wird „Mashallah“ nicht zusammengeschrieben, da dies die Bedeutung entstellt. „Mashallah“ bedeutet auf arabisch: „Allah lief“.

„Maschallah“ wird auch als Vorname verwendet.

Verbreitung

Der Ausdruck „Mashallah“ ist weit verbreitet in der arabischen und muslimischen Welt. In folgenden Ländern und Regionen  wird der Ausdruck verwendet: Albanien, Aserbaidschan, Türkei, Iran, Irak, Bangladesh, Bosnien. Folgende Völker/Menschen verwenden den Ausdruck ebenfalls: Kurden, Perser, Tartaren, Urdo-sprechende Asiaten, Einwohner des Kaukasus – arabische Christen kennen das Wort „Mashallah“ auch. Ebenso gilt dies auch für Ländern, in denen die Ottomanen herrschten, wie Bulgarien, Mazedonien oder Serbien, sowie einige Teile Griechenlands und Armeniens. In diesen Ländern wird eine Abwandlung von Mashallah gesagt: mašala (машала)

In Deutschland verbreitet sich der Begriff seit 2008 stark. Seit 2011 wächst das Interesse stark und im März 2017 erreichte es einen Höhepunkt.

Weitere Worte: Inshallah, Jazakallah, Hamdullah

Was bedeutet „Inshallah“?

„Inshallah“ ist eine arabische Redewendung und Interjektion (Ausruf), die auf deutsch sinngemäß „So Gott will“ bedeutet. Mit „Inshallah“ wird auf ein künftiges Ereignis Bezug genommen von dem der Sprecher wünscht, dass es eintritt.

Wortwörtlich aus dem Arabischen übersetzt, bedeutet es: „So Allah will“.

„Inshallah“ wird auch mit „hoffentlich“, „vielleicht“ und „mal sehen“ übersetzt. (In diesem Kontext ist Inshallah ein Adverb.)

„Inshallah“ ist Ausdruck des Glaubens, dass nichts ohne Gottes Willen oder Gottes Einverständnis geschieht, sowie das Gottes Willen über allem steht. Das bedeutet, dass der Vorsatz bzw. das erklärte Ziel eines Menschen nur erreicht wird, wenn Gott dies zulässt oder möchte. Umgekehrt bedeutet dies, dass ein erreichte Ziel erreicht wurde, weil Gott dies wollte.

Die Gottergebenheit ist ein wichtiger Teil von „Inshallah“. Damit soll Demut ausgedrückt werden.

Was Mashallah bedeutet, erklären wir dir hier.

Worterklärung: Inshallah

„Inshallah“ ist aus dem Arabischen entlehnt: إن شاء الله‎ (in šā’allāh)
Der Ausdruck wird von arabisch-sprechenden Christen, Juden und Muslimen verwendet.

Der Ausdruck „Inshallah“ besteht aus drei Teilen:

  • in – bedeutet: wenn
  • sha‘ – bedeutet: will
  • Allah – bedeutet: Gott

Daraus wird der Ausdruck „So Gott will“ gemacht.

Weitere Schreibweisen

  • „Inshallah“ wird auch teils „Inschallah“ geschrieben. (Mit „sch“)
  • ʾIn shāʾa llāh
  • in šā’allāh
  • in sha Allah
  • Inşallah
  • insha’Allah

Inshallah in anderen Sprachen

Im Lateinischen existieren die Ausdrücke „Deo volente“ (bedeutet: „So Gott will“) und „Diis volentibus“ (bedeutet: „So die Götter wollen“)

Auf deutsch existiert der Ausdruck „So Gott will“ oder „Mit Gottes Willen“.

In Malta wird unter anderem auch „jekk Alla jrid“. Das bedeutet: „Wenn Gott es will“. – Der Ausdruck ist eine Mischung aus der sizilianischen und arabischen Sprache. Arabisch wurde zwischen dem neuten und zwölften Jahrhundert auf Malta gesprochen wurde.

In Spanien existiert der Ausdruck „ojalá“. In Portugal wird „oxalá“ gesagt. Beides leitet sich von „Inshallah“ ab.

Verwendung

Der Politiker Bodo Ramelow (Die Linke) verwendete den Ausdruck „Inshallah“ 2015 als er Flüchtlinge am Bahnhof in Saalfeld begrüßte, die in seinem Bundesland (Thüringen) ankamen. Er sagte zu den Flüchtlingen: „Inshallah. Ich freue mich, dass ich euch hier begrüßen darf.“

Der Rapper Mudi hat ein Lied mit dem Titel „Inshallah“ veröffentlicht. Er rappt unter anderem: „Inshallah, ich sag‘ inshallah. So Gott will, wird mein Traum wahr“

Auch der Rapper Fard verwendet „Inshallah“ in seinem Titel „So Gott will – In Sha Allah“. Er rappt: „Auf die Zukunft – inşallah!“