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Hier findest du Worte, die in der Kategorie Politik gelistet sind.

„Das Volk ist jeder, der in diesem Lande lebt.“

Bedeutung: Von Angela Merkel gesagter Satz als Positionierung gegen die Ausschließungsstrategie von Minderheiten durch Rechtspopulisten.

Sie sagte „Das Volk ist jeder, der in diesem Lande lebt“, am 25. Februar 2017 auf dem Landesparteitag der Nordost-CDU in Mecklenburg-Vorpommern in Stralsund. Anlass der Veranstaltung war die Landesvertreterversammlung der CDU zur Bundestagswahl 2017.

Dem Satz war folgende Aussage Merkels vorangegangen: „Es gibt keinerlei Rechtfertigung, dass sich kleine Gruppen aus unserer Gesellschaft anmaßen zu definieren, wer das Volk ist. Das Volk ist jeder, der in diesem Lande lebt.“

Merkel Raute

Bedeutung: Name der markanten Geste Merkels, bei welcher die Hände mit den Innenflächen so vor dem Bauch gehalten werden, dass die ausgestreckten Daumen und ausgestreckten Zeigefinger sich an den Spitzen berühren und den Rahmen einer Raute bilden.

Die Merkel Raute ist charakteristischer Teil ihres Auftretens.

Wird auch Merkel-Raute, Merkel-Dach, Merkel-Rhombus, Raute der Macht oder Merkelizer genannt.

Schulz Effekt

Bedeutung: Nach der Bekanntgabe im Januar 2017, dass Martin Schulz Kanzlerkandidat der SPD wird, setzte der Schulz Effekt ein. Dieser zeigte sich an erhöhten Neueintritten in die Partei, verbesserten Wahlprognosen für die SPD und einer Verbesserung der Stimmung innerhalb sowie außerhalb der SPD. Diese Effekte werden Martin Schulz zugeschrieben, der Neuen Wind in die Partei gebracht hat. Teilweise wird von der (Schulz-)Euphorie gesprochen, welche mit der Hoffnung auf einen Sieg der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl 2017 verbunden ist.

Ob der Schulz-Effekt nur von der SPD und den Medien herbeigeredet wird, zeigt die Bundestagswahl 2017. Wahlen im Saarland und Schleswig-Holstein bewiesen die Wirkungslosigkeit des Schulz-Effekts.

Gegenwort: Schulz-Defekt

Varianten: Schulzeffekt, Schulz-Effekt

merkeln – Woran du erkennst, das gemerkelt wird

„Merkeln“ ist ein Synonym für bloßes nichts tun, welches sich daran zeigt, dass keine Entscheidungen getroffen werden und keine Äußerungen erfolgen. Merkeln bedeutet auch, dass die Zeitspanne zwischen einem Ereignis und einer Reaktion auf dieses Ereignis ungewöhnlich lang ist.

„Merkeln“ kann auch mit folgenden Ausdrücken übersetzt werden:

  • aussitzen
  • nichts tun
  • abwarten
  • keine Entscheidung treffen
  • keine Äußerung von sich geben

Der Ausdruck „merkeln“ stand zur Wahl zum Jugendwort des Jahres 2015 und belegte den zweiten Platz. Auf dem ersten Platz landete übrigens: Smombie (Ein Kofferwort aus „Smartphone“ und „Zombie“.)

Der Ausdruck wurde geprägt nachdem die deutsche Kanzlerin Angela Merkel lange Zeit Ereignisse unkommentiert lies und keine Reaktion ersichtlich war.

„Merkeln“ leitet sich von ihrem Nachnamen der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel ab.

Das Verb „merkeln“ sollte keine Ehre oder Auszeichnung für Angela Merkel darstellen.

Bedeutung von merkeln

Je nach Interpretation kann „merkeln“ positiv oder negativ ausgelegt.

Dem „merkeln“ ist eine Sache inne:

Im positiven Sinne bedeutet „merkeln“:

  • Abwarten bis man mehr weiß
  • keine voreiligen Schlüsse ziehen
  • keine Schnellschüsse schießen (nicht überstürzt handeln; nicht in blinden Aktionismus verfallen)
  • Mit Besonnenheit reagieren
  • sich zurückhalten
  • abwarten bis sich die Lage beruhigt
  • nicht dem Druck nachgeben
  • mit ruhiger Hand regieren

Im negativen Sinne bedeutet „merkeln“:

  • Aus Angst lieber nichts sagen, bevor man etwas falsches sagt.
  • Ein Problem aussitzen, statt es anzugehen.
  • Untätig bleiben, obwohl etwas wichtig ist
  • keine eindeutigen Angaben machen
  • indifferent sein
  • Zuschauen, wie sich etwas verschlechert oder schlimmer wird.
  • Unfähig Entscheidungen zutreffen
  • Nichtstun / nichts sagen
  • Bei Fragen ausweichen
  • etwas verdrängen
  • inhaltslos sein

Weiteres

Als Witz kann auch folgender gebracht werden: „Oh du gehörst wohl zum Stamm der ‚Abwarten‘.“

„Merkeln“ reiht sich ein in andere Wortschöpfungen, die auf Politikernamen aufbauen: lindnern, schulzen, gauken (den Nachweis erbringen, kein ehemaliger Stasi-Mitarbeiter gewesen zu sein), wullfen (eine lange Nachricht auf einer Mailbox hinterlassen)

Was bedeutet „Danke Merkel“?

Bedeutung: Auf ironische Art und Weise wird Angela Merkel für erlebtes und erfahrenes marginales Unglück verantwortlich gemacht.

„Danke Merkel“ ist eine Entlehnung aus der englischen Sprache. Hier hieß es „Thanks Obama.“ Der amerikanische Präsident Obama hat dieses Meme selbst verwendet.

Beispiele:

  • „Meine Milch ist kalt. Danke Merkel!“
  • „Ich habe den Bus verpasst. Danke Merkel!“

Danke Merkel als Facebook-Seite

Zum Meme „Danke Merkel“ existiert eine Facebook-Seite, auf der Merkel für allerhand gedankt wird. Du findest die Seite hier.

Die Facebook-Seite ist eine Satire-Seite mit der Wutbürger karikiert und deren Aussagen ins lächerliche gezogen werden.

Der Logo der Seite ist übrigens im Run-DMC-Stil gehalten: Keine Vokale, zwei Reihen weiße Buchstaben auf schwarzem Grund mit je einem rotem Balken als Ober- und Untergrenze. Auf dem Logo steht: „DNK MRKL“. Mehr zum Run-DMC-Stil erfährst du hier.

Auf der Facebook-Seite wird Merkel unter anderem für folgendes gedankt:

  • HSV-Abstieg
  • Verlorene Fußballspiele
  • Tod des Hundes Chico
  • Scheitern der Jamaika-Koalitionsgespräche
  • Verbrannte Pizza
  • Socken als Weihnachtsgeschenk
  • Im Supermarkt zu viel gezahlt
  • Schlechtes Fertigessen
  • Kaputte Bierkästen / kaputte Bierflaschen
  • Falsch geschriebene Daten
  • Abgebrochene Nägel
  • Wenn man sich den kleinen Zeh an einer Kante stößt
  • Abgelaufene Lebensmittel

Weiteres zu „Danke Merkel“

In den sozialen Medien wird der Hashtag #DankeMerkel verwendet, um sich für schlechte Leistungen, Unglücke und Missgeschicke bei Angela Merkel zu bedanken. So. z.B.:

  • Verlorene Fußballspiele
  • Dafür das Montag ist
  • Verbrechen
  • Schlechte Gesetze
  • NetzDG
  • DSGVO
  • Nazis
  • Verwahrlosung
  • Bauarbeiten
  • Schlechte Apps
  • Zugverspätungen
  • Überhöhte Kosten
  • Schlechtes Wetter
  • Hunde im Auto
  • Schlechtes Internet
  • kleine Verletzungen

Verbreitung von Danke Merkel

Seit August 2016 erfreut sich der Spruch „Danke Merkel“ größerer Beliebtheit. Bis Dezember 2016 war das Interesse stark, seit dem sank es. Doch der Ausspruch „Danke Merkel“ war schon vorher verbreitet und wurde über die Suchmaschine Google.de gesucht.

Im Mai, Juli und September 2005 zeigt Google erste Suchanfragen für die Phrase „Danke Merkel“. Danach sank das Interesse etwas und stieg alle paar Monate wieder.

Damit zeigt sich, dass Bedanken bei Merkel – sei es ironisch, ernst oder in Wut – ist schon lange in Deutschland verbreitet.