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Was bedeutet X-Hain / XHain?

X-Hain bzw. „XHain ist eine alternative Bezeichnung für den Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg und praktische Verkürzung des Bezirksnamens.

Seit der Zusammenlegung am 1. Januar 2001 der vorher eigenständigen Berliner Bezirke Kreuzberg und Friedrichshain zum neuen Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg wird die Einheit des neuen Bezirks sprachlich durch Begriffe wie „Xhain“, „Kreuzhain“ oder „FR-KR“ untermauert.

Das X in Xhain steht für Kreuzberg, während das „-hain“ für Friedrichshain steht.

Woher „Xhain“ stammen könnte:

  • Theorie 1: Das X ist die englische Abkürzung für das englische Wort „cross“, was auf deutsch Kreuz bedeutet. Damit ist das „X“ das Symbol für Kreuzberg. (Das ist vergleichbar mit dem Irrglauben, wofür das X im Xmas steht. Warum Irrglauben? Das verraten wir hier.)
  • Theorie 2: Das X im Wort „Xhain“ steht für die römische Ziffer zehn. Die zehn ist in den Postleitzahlen des Bezirks vorhanden und spiegelt diese damit wieder: 10178, 10179, 10243, 10245, 10247, 10249, 10317, 10961, 10963, 10965, 10967, 10969, 10997, 10999
  • Theorie 3: Das X ist ein Platzhalter. Es steht für die vielen verschiedenen Menschen und Orte in Friedrichshain-Kreuzberg.

Wer sagt Xhain?

  • Die Webseite der Grünen für die Ortsgruppe Friedrichshain-Kreuzberg heißt: https://gruene-xhain.de/
  • Die FDP Friedrichshain-Kreuzberg verwendet den Ausdruck Xhain in ihrer Twitter-Adresse: https://twitter.com/fdpxhain – Ebenso die Linke: https://twitter.com/linkexhain, die SPD: https://twitter.com/spdxhain und die Grünen: https://twitter.com/gruenexhain
  • Ein Hack- und Makespace verwendet das Wort „xhain“: https://x-hain.de  (Hier wird das x wohl als Platzhalter für Tätigkeiten verwendet.)
  • Die Nachrichten-Seiten http://www.xhain.info/ und http://www.xhain.net/ verwenden das Wort Xhain.
  • Auch das „Netzwerk Fahrradfreundliches Friedrichshain-Kreuzberg“ verwendet den Ausdruck „Xhain“ in ihrer Webadresse: www.rad-xhain.de

Verbreitung von XHain

Über das Google Trends Tool ist ersichtlich, dass der zusammengeschriebene Ausdruck „XHain“ deutlich verbreiteter ist. Der Ausdruck erhielt erste signifikante Suchanfragen bei Google im August 2005, Juli/August 2007 und Oktober 2008. Danach wurde der Ausdruck eher unregelmäßiger gesucht.

Rabatz

Bedeutung: Bezeichnet großen Aufruhr, Lärm, Krach oder Krawall.

Es gibt mehrere Theorien, wo das Wort „Rabatz“ herkommen soll.

1. Es wurde vermutlich aus dem polnischen rąbać abgeleitet. „rąbać“ bedeutet hauen, schlagen.

2. Rabatz kann auch vom mittelfranzösischen „rabascher“ bzw. dem altfranzösischen „rabster“ abgeleitet wurden sein. Beide bedeuten „Lärm machen“.

Wortart: Substantiv

Beispiel 1: „Die haben Rabatz gemacht!“

Beispiel 2: „Bei der Feier gabs Rabatz.“

etepetete

Bedeutung: Abfällige Bemerkung, wenn jemand sehr zimperlich, übertrieben fein auf gute Manieren achtet, sehr vornehm tut und sehr darauf bedacht ist nicht schmutzig oder dreckig zu werden.

Etepetete ist seit dem 17. Jahrhundert bekannt und fand dort Eingang in die Sprache der Berliner Mittelschicht. Es wird vermutet, dass „etepetete“ vom französische Spruch „être, peut-être“ abstimmt, was mit „kann sein, vielleicht“ übersetzt werden kann.

Im Norddeutschen existiert das Wort „etjerpotetjer“, welches große Ähnlichkeiten mit „etepetete“ aufweist. Vom niederdeutschen Wort „öte“ kann „etepetete“ auch abstammen. „Öte“ bezeichnet ebenfalls aufgesetztes Getue und Gehabe.

Wortart: Adjektiv

Beispiel 1: „Tu nicht so etepetete.“

Beispiel 2: „“

Steppke

Bedeutung: Bezeichnet positiv im Magdeburger und Berliner Dialekt einen kleinen pfiffigen Jungen.

Das Wort „Steppke“ ist eine Eindeutschung der Comicfigur „Flupke“, welche ab 1930 im belgischen Comic „Quick et Flupke“ erschienen ist und den deutschen Namen „Stups und Steppke“ trug.

Wortart: Substantiv

Beispiel 1: „Dein Kleiner ist ein richtiger Steppke.“

 

j.w.d.

Bedeutung: Ist die Abkürzung für „Janz weit draußen“ und bedeutet, dass etwas sehr weit vom Stadtzentrum oder der eigenen Position entfernt ist. Im Berliner Raum wird „J.w.d.“ häufig verwendet.

In der Regel wird „J.w.d.“ verwendet, wenn etwas außerhalb der Stadt/Großstadt und auf dem Land liegt.

Das „g“ im „ganz“ wird zum „j“, was den Berliner Dialekt kennzeichnet.

Hochdeutsch: ganz weit draußen

Wortart: Wortgruppe; Adverb

Beispiel 1: „Müggelsee ist j.w.d.“

Beispiel 2: „Dit is j.w.d.“